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T-DSL 6000 kommt im Juli

Update: Auch bei der T-Com wird an den Bandbreiten gedreht: Ab Juli passen sechs Megabit durch das Kabel. Details zum neuen Anschluss und passenden Tarifen.

Notebook© Roman Hense / Fotolia.com
T-DSL 6000 kommt. Im März hatten die Bonner das neue Flaggschiff unter den Zugängen bereits angekündigt, jetzt gibt es einen Termin und Preise.

Sechs statt Drei

Ab 1. Juli bietet das Unternehmen bundesweit DSL-Anschlüsse mit Übertragungsraten von bis zu sechs Megabit pro Sekunde (Mbit/s) an. Der neue T-DSL 6000 Anschluss kostet dann mit 24,99 Euro genau so viel wie der bisherige 3-Mbit-Anschluss. "Mit dem neuen Angebot bieten wir doppelte Leistung - und der Kunde zahlt keinen Cent mehr", rühmt T-Com Chef Walter Raizner das Angebot.

Parallel zur bundesweiten Einführung von T-DSL 6000 stellt die T-Com bereits die Weichen für die nächste Breitband-Generation. Schon in dieser Woche werden in Hannover die ersten Kunden mit der neuen ADSL 2+-Technologie angeschlossen. Damit stehen T-DSL Anschlüsse auch mit Datenübertragungsraten von bis zu 16 Mbit zur Verfügung. Ab Sommer sollen dann auch Kunden in zwei weiteren Großstädten in den Genuss der hohen Übertragungsraten kommen; zeitgleich will der rosa Riese in diesen Städten auch Übertragungsraten von bis 25 Mbit pro Sekunde realisieren und dabei erstmals die besonders hochbitratige VDSL-Technologie einsetzen.

WiMAX Pilot ab Juli

Die Bonner setzen auch auf Funktechnologien: In St. Augustin und Rheinbach erprobt die T-Com - nach eigenen Angaben als erster Netzbetreiber in Deutschland - den Einsatz von WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) im Praxistest. Startschuss für den Piloten ist der 1. Juli. Dabei sollen Kunden unter realen Bedingungen mit bis zu 1 Mbit pro Sekunde via WiMAX surfen können. "Dieser Highspeed-Funktechnologie kann eine Schlüsselfunktion zukommen, denn WiMAX könnte Breitbandkommunikation auch in vielen, bisher unversorgten Gebieten Deutschlands ermöglichen", so Raizner. Inzwischen konnte die Redaktion weitere Details zur neuen Top-Bandbreite der T-Com in Erfahrung bringen. Danach ist der Anschluss standardmäßig mit 6016 kbit/s Downstream und 576 kbit/s im Upstream ausgestattet. Fastpath sei prinzipiell möglich, heißt es offiziell, die Verfügbarkeit müsse aber je nach den örtlichen Gegebenheiten indivuell geprüft werden.

Rückfallprodukt 3000

Die "bundesweite" Verfügbarkeit beschränkt sich auf das T-DSL-Ausbaugebiet. Zudem wird wohl aufgrund baulicher Gegebenheiten nicht an allen Standorten auch die volle Bandbreite zur Verfügung stehen. Für betroffene Kunden hält die T-Com weiterhin die Option T-DSL 3000 bereit. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, dass die eigene Vermarktung von T-DSL 3000 mit Einführung der neuen Bandbreite allerdings eingestellt werde, der 3000er sei in Zukunft das "Rückfallprodukt" für diese Fälle. Nach Informationen von onlinekosten.de will die T-Com allen T-DSL-Bestandskunden zum Juli ein Wechselangebot machen.

T-Online wird die Nutzung von T-DSL 6000 ab Juli in allen Tarifen ermöglichen. Die DSL flat 3000 wird bei gleichen Konditionen auch mit T-DSL 6000 nutzbar sein. Lediglich bei den Flatrates für niedrigere Bandbreiten fielen bei Nutzung mit einem 6000er-Anschluss zusätzlich Minutenpreise an. Neue Komplettangebote mit Anschluss, Tarif und Hardware wird es auch für T-DSL 6000 geben.

Bei Congster wies man darauf hin, das alle Tarife mit dem neuen Anschluss nutzbar sind. Bei der Flatrate erhebt Congster ab einem Verbrauch von 20.000 Megabyte einen Aufschlag von 1,2 Cent pro Megabyte (Hinweis: Die Begrenzung der Flatrate mit anschließendem Aufschlag gilt nur bei Nutzung mit Bandbreiten größer 3 Megabit, also z.B. T-DSL 6000). Ein Sprecher der T-Online-Tochter kündigte allerdings an, zum Start des neuen Anschlusses würde es ein "attraktives Angebot" geben; eine 6000er-Flatrate ist also womöglich in Arbeit.

Resale 6000

Auch für Resale-Anschlüsse soll die neue Bandbreite nach T-Com-Angaben zur Verfügung stehen. Bei den meisten Konkurrenten der Telekom dürften die Vorbereitungen dafür schon laufen. Zu Details wollten sich die Mitbewerber allerdings nicht äußern, solange von der T-Com kein konkretes Angebot vorliegt. Es ist aber anzunehmen, dass die großen Reseller zeitnah zur Einführung des Anschlusses mit entsprechenden Tarifen am Markt sein werden.

(Volker Briegleb)

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