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T-Community macht zum Jahresende dicht

Das Web 2.0-Portal der Deutschen Telekom geht aus Mangel an Mitgliedern bald offline. Kunden können bis dahin noch ihre Daten und Kontakte sichern.

07.12.2007, 12:24 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

"Danke für Deine treue Teilnahme! Leider müssen wir Dir an dieser Stelle mitteilen, dass diese Webseite zum Jahresende geschlossen wird und sich dann in den unendlichen Weiten des Webs verliert" - diese Meldung erwartet die Nutzer seit kurzem beim Besuch des Web 2.0-Portals T-Community.
Zu wenige Mitglieder
Mit dem Schritt zieht die Seitenbetreiberin, die Deutsche Telekom, einen Schlussstrich unter ein Projekt, dass im letzten Jahr nach dem Motto "Internet zum Mitmachen" zur Cebit mit viel Aufsehen gestartet und zur Internationalen Funkausstellung in Berlin noch um zahlreiche Funktionalitäten erweitert wurde. Doch der Erfolg der "innovativen Kommunikationsplattform" blieb aus und die Mitglieder fern. In den vergangenen Tagen gab es dann elektronische Post mit der Kündigung und dem Hinweis, dass die Mitglieder noch bis zum Jahresende Zeit hätten, ihre Daten und Kontakte zu sichern.
Keine leichte Entscheidung
"Die Megatrends unserer Branche sind mobiles Internet, Web 2.0 als Synonym für die aktive Mitgestaltung des Internet sowie die persönliche und soziale Vernetzung der Nutzer", erläuterte Telekom-Chef René Obermann noch auf der letzten Konzern-Hauptversammlung im Mai dieses Jahres. Deshalb entwickele und betreibe die Telekom Angebote für Communities und spezielle, allgemeine, geschlossene oder offene Interessen- und Nutzergruppen. Unternehmen profitierten von der direkten Kommunikation zwischen und mit den Konsumenten, die in dieser Art und Weise nur über Communities möglich ist. Die Entscheidung, das Portal T-Community dicht zu machen, dürfte Obermann demnach nicht leicht gefallen sein.
Alternative fussball.de
Zum Glück betreibt der Bonner Konzern noch das Sportportal fussball.de, dass auf der gleichen Basis wie T-Community programmiert wurde. Gleiche Login-Daten sollen den Mitgliedern jetzt bei der Suche nach einer neuen Community helfen.

(Michael Friedrichs)

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