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T-Com-Zentrale vor dem Umzug?

Nach einem Bericht der "WirtschaftsWoche" will T-Com-Chef Walter Raizner mit der Festnetzsparte der Telekom von Bonn nach München, Frankfurt oder Berlin ziehen.

01.06.2005, 14:32 Uhr
ISDN© Daniel Kühne / Fotolia.com

T-Com-Chef Walter Raizner will es wissen: Nachdem im Herbst die Verschmelzung mit T-Online abgeschlossen sein soll, will Raizner der Festnetzsparte der Deutschen Telekom offensichtlich zusätzliches Gewicht verschaffen. Wie das Magazin "WirtschaftsWoche" aus Unternehmenskreisen erfahren haben will, plant Raizner, eine separate T-Com-Zentrale aufzubauen.
Frankfurt, München oder Berlin?
Diese soll allerdings nicht in Bonn stehen, sondern in München, Berlin oder Frankfurt/Main. Die T-Com solle nach Auskunft enger Mitarbeiter "aus dem Dunstkreis der Bonner Konzernzentrale" herausgelöst werden. Ein Umzug in eine andere Großstadt sei ab dem kommenden Jahr "eine Option". Noch sei das Thema zwar "nicht akut", aber schon bald werde eine Projektgruppe mit der Standortanalyse beginnen.
Gegenwind vom Konzernvorstand
Ohne heftigen Gegenwind aus den eigenen Kreisen wird ein Umzug aber wohl kaum ablaufen können. So habe sich vor allem Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke gegen einen Umzug ausgesprochen haben. Mögliche Ersparnisse durch eine schneller verschlankte T-Com-Zentrale würden durch die im Vergleich zu Bonn deutlich höheren Gewerbesteuersätze in München und Frankfurt wieder aufgezerrt, heiße es im Ricke-Umfeld. Auch angesichts des Telekom-Sparkurses sei den Mitarbeitern ein solcher Schritt schwer zu vermitteln. Raizner will nach Informationen des Magazins den Umzug, weil der Konzernvorstand der Telekom in die Festnetzsparte hineinregiere.

(Hayo Lücke)

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