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T-Com soll "Integrator" werden

Die Festnetzsparte der Telekom soll künftig so genannte Quadruple-Play-Angebote vermarkten. Internet, Festnetz, Mobilfunk und Fernsehen aus einer Hand.

29.08.2006, 08:26 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Eine neue Strategie soll der Telekom dabei helfen, den rasanten Kundenschwund zu stoppen. Bereits am Wochenende waren erste entsprechende Informationen durchgesickert, jetzt hat das "Handelsblatt" weitere Details herausfinden können. Demnach soll der Festnetzsparte T-Com eine zentrale Funktion zukommen.
Zauberwort Quadruple-Play
Der Festnetzvorstand der Telekom, Walter Raizner, sagte demnach in Seoul, die T-Com werde künftig der "Integrator" des Konzerns sein. Seine Sparte werde künftig Komplettangebote aus Telefon- und Internetanschluss, Fernsehen und Mobilfunk schnüren. Über so genannte Quadruple-Play-Angebote denken auch E-Plus und Vodafone nach. Mit dem Vorhaben wolle die T-Com vor allem neue Mobilfunkkunden gewinnen und die Nutzer enger binden. T-Mobile werde aber auch künftig als eigene Sparte am Markt erhalten bleiben.
Wie die Zeitung weiter berichtet, sehen Analysten das Vorhaben der Telekom kritisch. Sie fordern, die Telekom solle dem Beispiel von Wettbewerbern wie der spanischen Telefónica folgen und alle Sparten unter einem Dach vereinen. Bei der Telekom stünden sich einzelne Bereiche gegenseitig im Weg, weil die Vorstände mit harten Bandagen für ihre Sparten kämpften. Künftig soll es nach Informationen aus Branchenkreisen allerdings so sein, dass jeder Vorstand künftig die Verantwortung für ein übergreifendes Thema im Konzern erhalten soll. Denkbar etwa, dass der T-Mobile-Chef dann den gemeinsamen Vertrieb koordiniert.

(Hayo Lücke)

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