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T-Com beantragt neue Interconnection-Entgelte

Diejenigen Anbieter, die nur an wenigen Stellen mit dem Telekom-Netz verbunden sind, sollen künftig weniger zahlen müssen.

06.02.2006, 14:53 Uhr
Tastatur© peshkova / Fotolia.com

Die Festnetzsparte der Deutschen Telekom, T-Com, hat bei der Bundesnetzagentur eine Neustrukturierung der Interconnectiongebühren beantragt. Wie der ehemalige Monopolist heute bekannt gab, sollen die Anbieter, die über ein schwach ausgebautes Telefonnetz verfügen, künftig stärker zur Kasse gebeten werden. Telefonanbieter mit gut ausgebauter Netzinfrastruktur sollen im Gegenzug geringere Interconnection-Entgelte zahlen müssen. Das treffe auf Anbieter zu, die nur an wenigen Punkten mit dem Telekom-Netz verbunden sind.
Gestiegen...
Wie die T-Com bekannt gab, sei die Nachfrage nach Interconnection-Leistungen in der so genannten Tarifzone I mit insgesamt 474 lokalen Zusammenschaltungspunkten stark angestiegen. Vor allem in ländlichen Gebieten seien die Kosten in die Höhe gestiegen. Die T-Com habe daher bei der Bundesnetzagentur beantragt, die Interconnection-Entgelte in diesem Bereich von bisher 0,5 Cent pro Minute auf 0,66 Cent pro Minute anzuheben.
... gesunken!
Gesunken seien die Gesamtkosten hingegen in den Tarifzonen II (23 Zusammenschaltungspunke) und III (1 Zusammenschaltungspunkt). Aus diesem Grund sollen die Kosten in diesen Bereichen von 0,8 auf 0,74 Cent pro Minute beziehungsweise von 1,26 Cent auf 0,88 Cent pro Minute abgesenkt werden. Diese neue Struktur sei besonders für die Marktteilnehmer attraktiv, die durch Investitionen in eigene Netze Teilnehmer angeschlossen haben.
Die Bundesnetzagentur muss bis Mitte April über die neuen Interconnection-Entgelte entscheiden, da die aktuellen Konditionen nur noch bis Ende Mai dieses Jahres gültig sind.

(Hayo Lücke)

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