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Symantec verklagt Microsoft - Kommt Vista später?

Symantec wirft dem Software-Riesen Microsoft die widerrechtliche Aneignung von geistigem Eigentum vor. Technologien, die dem Konzern nicht gehören, sollen auch in Windows Vista eingsetzt worden sein.

19.05.2006, 12:13 Uhr
Microsoft© Microsoft

Symantec ist sauer auf Microsoft und zieht vor Gericht. Der führende Hersteller von Sicherheitssoftware wirft dem Software-Riesen Microsoft die widerrechtliche Aneignung von geistigem Eigentum und Vertragsbruch vor.
Symantec will Schadensersatz
Die Klage reichte Symantec beim Bundesgericht in Seattle ein, Gegenstand der Klage ist die Software "Volume-Manager" der Firma Veritas. Das Software-Konzern Veritas wurde im vergangenen Jahr von Symantec übernommen und Veritas Entwicklungen gingen in so in den Besitz Symantecs über. Symantec wirft Microsoft nun vor, das Unternehmen habe Speichertechniken von Veritas in unerlaubter Weise genutzt und sogar Patente angemeldet, die auf Entwicklungen von Veritas basieren.
Unter anderem sollen diese Entwicklungen von Microsoft auch widerrechtlich in Windows Vista eingesetzt worden sein. Symantec will Medienberichten zufolge nun erreichen, dass Microsoft die Technologien nicht weiter in seiner Software einsetzen darf. Für den bereits entstandenen Schaden will Symantec den Konzern auf Schadenersatz verklagen, außerdem soll verhindert werden, dass Microsoft sein neues Betriebssystem Windows Vista in die Läden bringen kann.
Microsoft weist Vorwürfe zurück
Microsoft selbst weist die Vorwürfe zurück. Der Konzern habe bereits versucht, den Streit mit Symantec beizulegen, konnte aber keine Einigung erzielen, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme von Microsoft. Die Vorwürfe seien nicht berechtigt, da Microsoft die Rechte am zugehörigen geistigen Eigentum von Veritas bereits im Jahr 1996 gekauft habe.

(Denise Bergfeld)

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