Security

Symantec: Hacker peilen Mittelstand an

"Sie haben gewonnen!" Mit solchen Massenmails können Betrüger kaum mehr punkten. Stattdessen nehmen sie kleine und mittlere Unternehmen aufs Korn - denn hier lockt manche ungesicherte Einflugschneise.

21.04.2013, 12:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Gezielte Angriffe aus dem Internet richten sich verstärkt gegen mittelständische Unternehmen. Das berichtet die Sicherheitsfirma Symantec in ihrem Gefahrenbericht für das Jahr 2012, den sie am Dienstag veröffentlichte. "Wir haben gesehen, dass die zielgerichteten Angriffe - von Industriespionage bis hin zu Sabotage - per se schon mal zugenommen haben", sagte Symantec-Virenforscher Candid Wüest der dpa. Symantec registrierte einen Anstieg um 42 Prozent bei zielgerichteten Cyberangriffen. Mittelständische Unternehmen seien stärker in den Fokus gerückt.

Spam wandert in Facebook & Co

Zum einen seien ihre Computer-Systeme oft weniger aufwendig geschützt als die großer Konzerne. Zum anderen versuchen manche Angreifer offenbar, über mittleständische Unternehmen gezielt an Informationen anderer Firmen zu kommen.

So könnten etwa Druckereien Ziel von Spähversuchen werden, wenn diese die Jahresberichte börsennotierter Unternehmen verarbeiten, sagte Wüest. Symantec analysiert für seinen Bericht Informationen eigener Kunden sowie öffentliche Quellen und Datenbanken.

Gewöhnliche Spam-Nachrichten haben demnach abgenommen. Viele Menschen reagierten auf Massennachrichten über angebliche Millionengewinne oder Preisknaller bei Medikamenten inzwischen misstrauisch. "Hier sieht man ganz klar, dass der normale Nutzer nicht mehr auf diese klassischen Angriffe hereinfällt", erklärte Wüest. Versuche, mit Spam Geld zu verdienen, verlagerten sich daher in die Sozialen Netzwerke.

So kursieren beispielsweise auf Facebook es öfteren Links, die lustige oder spannende Videos versprechen. Reißerische Titel verführen zum Klicken: Wer nicht widerstehen kann, bekommt jedoch kein Filmchen zu sehen, sondern verbreitet Spam und verseucht möglicher Weise seinen Rechner mit Viren.

Auch Handys stünden im Visier von Angreifern. Schadsoftware werde etwa in Spiel-Apps versteckt. Einige Programme seien so ausgelegt, dass sie unbemerkt vom Nutzer teure Premiumdienste anrufen und so Kosten anhäuften.

(Dorothee Monreal)

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