Security

Symantec: Angriffe auf Router nehmen 2011 zu

Die Sicherheitsexperten von Symantec sehen als einen der Sicherheitstrends 2011 eine zunehmende Anzahl von Angriffen auf Router. Auch URL-Kürzungsdienste könnten zur Gefahr für Internetsurfer werden.

23.12.2010, 18:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Das Jahr 2010 geht zu Ende – und Symantec, Anbieter von Sicherheitslösungen, wirft bereits einen Blick auf die Sicherheitstrends 2011. In diesem Jahr schreckten wieder etliche Warnungen vor Sicherheitslücken, Trojaner, Viren & Co. die Verbraucher auf, genannt sei hier beispielsweise der Trojaner Stuxnet. Doch welche Gefahren drohen Internetsurfern und Computeranwendern im kommenden Jahr?

Router-Software nur selten aktuell

Für den Computer gibt es inzwischen eine breite Auswahl an Sicherheitssoftware, die die Anwender vor vielen Gefahren schützen können. Doch Symantec weist darauf hin, das zukünftig Angriffe auf Router statt auf den Rechner wahrscheinlicher werden. Denn die Router regeln längst nicht mehr nur den Datenverkehr, sie kontrollieren auch Telefonie- und Serverfunktionen. Nach Angaben von Symantec hätten es Angreifer bei Routern immer noch besonders leicht, Sicherheitslücken für bösartige Zwecke zu nutzen. Denn die Software dieser Hardware wird meist selten oder gar nicht aktualisiert. Ohne sich dessen bewusst zu werden, surfen Internetnutzer daher teils über Jahre mit einem Router, der aufgrund von ungeschützten Schwachstellen die Tür für die Einschleusung von Schadcode weit geöffnet hat. Ist solcher Code erst einmal platziert, sind Cyberkriminelle in der Lage, beispielsweise Internetverbindungen auf Phishing-Webseiten umzuleiten.

Kurz-URLs als Sicherheitsrisiko

Ebenfalls mit Sorge sehen die Sicherheitsexperten von Symantec die Verwendung von URL-Kürzungsdiensten. Denn ein Anwender erkennt an dem verkürzten Link nicht, auf welche Website dieser verweist. Schon in diesem Jahr sei es hier zu Missbrauch gekommen, in der Zukunft würden mehr und mehr Kriminelle gekürzte Links auch für illegale Zwecke nutzen. Symantec sieht hier mehrere mögliche Szenarien. Kriminelle könnten einen etablierten URL-Kürzungsdienst unter ihre Kontrolle bringen und für die eigenen Zwecke nutzen. Oder aber sie bauen gleich selbst einen eigenen, zunächst harmlos erscheinenden Verkürzungsdienst auf, der nach einiger Zeit dann kriminell genutzt wird. Verbraucher können sich nach Angaben der Sicherheitsexperten mit aktueller Sicherheitssoftware schützen, doch oft helfe auch eine Portion gesunder Menschenverstand. Denn bei verkürzten Links, die von einer unbekannten oder dubiosen Quelle kommen, sei Vorsicht angesagt.

Tipps zur Sicherheit für den PC finden sich auch bei onlinekosten.de. Auf unseren Hintergrundseiten hat die Redaktion einen Ratgeber zur Internet Sicherheit zusammengestellt.

(Jörg Schamberg)

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