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Swisscom-Chef Carsten Schloter ist tot

Der deutsche Manager wurde Dienstag früh tot an seinem Wohnort im Raum des schweizerischen Freiburg aufgefunden. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus.

23.07.2013, 14:38 Uhr (Quelle: DPA)
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Swisscom-Chef Carsten Schloter (49) ist tot. Das teilte das Schweizer Telekommunikationsunternehmen am Dienstag mit. Der deutsche Manager wurde Dienstag früh tot an seinem Wohnort im Raum des schweizerischen Freiburg aufgefunden.

Wohl ein Selbstmord

Laut Angaben der Swisscom geht die Polizei von einem Selbstmord aus. Aus Rücksicht auf die Familie würden aber keine weiteren Angaben gemacht. "Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und die Mitarbeitenden sind zutiefst betroffen und sprechen der Familie und den Angehörigen ihr Beileid aus", sagte Hansueli Loosli, Präsident des Verwaltungsrates.

Der gebürtige Bayer Schloter kam 2000 zum Unternehmen und stand seit 2006 an der Spitze des Unternehmens.

Moderner Führungsstil

Der Deutsche galt bei der Swisscom als innovativ, wie die Schweizer Nachrichtenagentur sda berichtet. Das galt insbesondere für seinen Führungs- und Arbeitsstil. So führte er in dem Schweizer Unternehmen unter anderem ein, dass sich alle Mitarbeiter duzen. Ein eigenes Büro hatte der Chef nicht - was er in Interviews damit begründete, dass er ohnehin viel Zeit in Sitzungen verbringe. Ein weiterer Grund: Dank der modernen Telekommunikation könne er von überall aus arbeiten.

In einem Interview mit der Zeitung "Schweiz am Sonntag" sagte er unlängst, dass er immer größere Schwierigkeiten habe, zur Ruhe zu kommen und das Tempo herunterzunehmen. Schloter hinterlässt drei Kinder, seine Ehe ist in die Brüche gegangen. Der ehemalige Swisscom-Konzernchef räumte nach der Scheidung öffentlich ein, dass er sich zu wenig Zeit für die Familie genommen habe.

(Hayo Lücke)

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