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Supercomputer SuperMuc bald altes Eisen - Nachfolger steht am Start

Der bayrische Powerrechner SuperMuc wird gerade auf die doppelte Leistung aufgestockt. Aber eigentlich ist das schon der Anfang vom Ende: 2016/17 übernimmt der Nachfolger das Zepter.

29.06.2013, 12:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Noch während der einst schnellste Supercomputer Europas in Garching bei München auf die doppelte Leistung aufgestockt wird, laufen bereits Planungen für den Folgerechner. Er solle vermutlich 2016 oder 2017 den SuperMuc ablösen und eine Rechenleistung von einigen hundert PetaFLOPS (Billiarden Gleitkommarechenschritte pro Sekunde) haben, sagte Vorsitzende des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) in Garching, Prof. Arndt Bode, am Montag.

155.656 Kerne sorgen für Tempo

Der Rechner hatte vor knapp einem Jahr im Juli 2012 als schnellster Rechner Europas den Betrieb aufgenommen und rangierte ein halbes Jahr später bereits auf dem zweiten Platz hinter "Juqueen" im Forschungszentrum Jülich. Derzeit wird er auf doppelte Leistung aufgerüstet. Die Aufstockung soll bis Mitte 2015 abgeschlossen sein; die Leistung soll dann bei 6,4 PetaFLOPS liegen.

Die Kosten von 34 Millionen Euro teilen sich das Land Bayern und der Bund je zur Hälfte. Die Anlage soll zusätzlich zu seinen 155.656 Prozessorkernen weitere 74.304 Kerne mit der Xeon-Technologie von Intel erhalten. Der Hauptspeicher soll von 340 auf 538 Terabyte aufgestockt werden.

Abwärme dient als Heizung

Das Besondere an der Anlage ist ihre spezielle Wasserkühlung. Damit lassen sich im Vergleich zur Luftkühlung bis zu 50 Prozent an Energie einsparen. Das Leibniz-Rechenzentrum nutzt die Abwärme zugleich als Gebäudeheizung.

Die Anlage wird für sehr vielfältige wissenschaftliche Berechnungen von der Berechnung der Ursprünge des Universums über Erdbeben bis zu medizinischen Modellen genutzt und ist seit der Inbetriebnahme vollständig ausgelastet.

(Dorothee Monreal)

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