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Sun anscheinend uneinig über Open Source

01.08.2003, 12:06 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Da weiß die eine Hand nicht was die andere tut – oder der eine Sprecher nicht, was der andere verhandelt. So zumindest scheint es bei Sun Microsystems beim Thema Open Source zu sein.
So soll nun SUSE der exklusive Betriebssystem-Lieferant für Suns Server werden – auf diesen soll nur noch SUSEs Exnterprise Linux 8 zum Einsatz kommen. Im Gegenzug dazu verpflichtet sich SUSE, Lizenznehmer für den Quellcode der Java 2 Standard Edition von Sun zu werden und die Java Virtual Machine verstärkt mit den eigenen Linux-Produkten zu vertreiben.
"Die Vereinbarung soll unseren immer stärker werdenden Einsatz für die Open-Source-Gemeinschaft verdeutlichen", so Jonathan Schwartz , Suns Software-Chef. "Wir schätzen SuSEs Expertise und heißen sie herzlich willkommen in der Java-Gemeinde."
Aber: Sun verteufelt Open Source
Auf der anderen Seite wird Open Source Software von Sun-Chef McNealy verteufelt. "Fassen Sie Open-Source-Software nicht an bis Sie über ein Team von Anwälten für geistiges Eigentum verfügen, die jedes Stück Open-Source-Code absuchen können", wettert dieser auf dem Sun Technology Forum in St Andrews, Schottland.
Ja was denn nun?
McNealy zufolge ist Open Source also ein großes Risiko, da möglicherweise das geistige Eigentum dritter verletzt wird, sein Software-Chef in der eigenen Firma lobt den immer stärker werdenden Open-Source-Einsatz von Sun. Doch auch wenn sich die Sun-Manager uneinig sind – wichtig für den Nutzer ist nur, dass vernünftige Software entsteht – und diese dank Open Source sicherer ist als jedes proprietäre System.

(Sven Wagenhöfer)

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