Security

Stürmischer Trojaner verbreitet sich

Spammer haben die Berichterstattung um den in Europa tobenden Orkan "Kyrill" genutzt, um massenhaft einen Trojaner zu verbreiten.

20.01.2007, 16:18 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Spammer haben die Berichterstattung um den in Europa tobenden Orkan "Kyrill" genutzt, um massenhaft einen Trojaner zu verbreiten. Die Sicherheits-Experten von F-Secure raten Web-Anwender zur Vorsicht.
Vorsicht vor exe-Dateien
E-Mails zum Beispiel mit dem Betreff "230 dead as storm batters Europe" transportieren im Anhang ein trojanisches Pferd. Der Schädling Small.DAM versteckt sich in einer ausführenden Datei, beispielsweise "Full Story.exe" oder "Video.exe". Klickt der Anwender auf das Attachment, erstellt der Trojaner eine Hintertür, die die Wurmautoren für spätere Angriffe nutzen können.
Die Spamwelle wurde durch das F-Secure Sicherheitslabor in Kuala Lumpur, Malaysia, entdeckt. Die Zeit des Angriffs und die Tatsache, dass der Wurm zuerst in Asien auftauchte, lässt darauf schließen, dass der Ursprung der Attacke auch in dieser Region liegt. Wie bei ähnlichen Angriffen zuvor scheinen die Wurmautoren darauf abzuzielen, die infizierten PCs als Zombie-Computer zu nutzen, um Informationen zu stehlen oder weitere Spam- und Phishing-Wellen zu starten. Ein Video mit Informationen dazu, wie sich der Trojaner verbreitete ist auf der Homepage von F-Secure abrufbar (AVI-Datei, 4 Megabyte).
Keine neue Masche
"Trojaner-Angriffe dieses Ausmaßes nehmen leider zu. Das Besondere an diesem Fall ist jedoch die zeitliche Abstimmung mit dem Auftreten des Orkans in Europa. Malware-Gangs scheint offensichtlich jede Methode recht, um Zugriff auf ungeschützte Rechner zu bekommen, so das Fazit von Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure.
Erst vor rund einer Woche kam es in Deutschland zu ähnlichen Attacken, als gefälschte Rechnungen der GEZ und des DSL-Providers 1&1 verschickt wurden.

(Hayo Lücke)

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