GMX und Web.de meist genutzte E-Mail-Anbieter

Studie: Zahl der E-Mails in Deutschland steigt 2016 auf 584 Milliarden

Die E-Mail ist offenbar noch lange nicht tot: Eine Studie im Auftrag der E-Mail-Anbieter GMX und Web.de prognostiziert für 2016 einen Anstieg der E-Mails in Deutschland auf 584 Milliarden. Zunehmen greifen Nutzer mobil per Smartphone und Laptop auf ihr E-Mail-Postfach zu.

Jörg Schamberg, 21.04.2016, 11:58 Uhr
E-MailInsbesondere jüngere Nutzer rufen ihre E-Mails bevorzugt per Smartphone ab.© pizuttipics / Fotolia.com

Karlsruhe – Während die SMS-Nutzung stetig weiter zurückgeht, ist das angesichts der Beliebtheit von Messengern wie WhatsApp bereits beschworene Aus für die E-Mail in Deutschland noch nicht absehbar. Laut einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Convios Consulting im Auftrag der zu United Internet gehörenden E-Mail-Anbieter Web.de und GMX soll die Anzahl der E-Mails hierzulande 2016 auf 584 Milliarden ansteigen – ein Plus von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. SPAM-Mails sind dabei nicht mit eingerechnet. Dabei verschiebt sich aber die Art der E-Mail-Nutzung: Immer stärker gerät der mobile Abruf der elektronischen Nachrichten in den Vordergrund.

E-Mail-Nutzung per Smartphone nimmt stark zu

Insbesondere jüngere Nutzer bevorzugen laut der Studie Smartphone und Laptop für die E-Mail-Kommunikation. Hatten 2013 erst 31,9 Prozent der Befragten angegeben, ihre E-Mails mit dem Handy abzurufen, so lag der Anteil im Dezember 2015 bereits bei 45,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg der E-Mail-Abruf per Tablet von 15,7 Prozent auf 23,7 Prozent der Befragten.

Statt über die Webseite der Mail-Dienste erfolge der Zugriff auf das E-Mail-Postfach bei 40,6 Prozent der Befragten bereits über Apps der Mail-Anbieter. Knapp davor bei der E-Mail-Nutzung liegt aber das auf dem Smartphone bereits vorinstallierte E-Mail-Programm. Die Bedeutung des Browsers auf mobilen Geräten für die Kommunikation nehme mit nur noch 33,6 Prozent weiter ab. "Bei Web.de und GMX haben wir fast zehnmal so viele Abrufe über unsere Mail-App wie über den mobilen Browser", erklärt Jan Oetjen, Geschäftsführer von Web.de und GMX.

Den stationären PC nutzen zu Hause 50,3 Prozent der Befragten, 60,7 Prozent verwenden dagegen eher den Laptop. Dabei nutzen die 14- bis 19-Jährigen zu 76,9 Prozent das Smartphone zum Abruf der E-Mails, außerdem gaben 84,6 Prozent in dieser Altersgruppe an, Mails per Laptop zu checken. Nutzer von 20 bis 29 Jahren bevorzugen mit 71,5 Prozent das Smartphone gegen über dem Notebook (70,9 Prozent). Nur 42,5 Prozent der E-Mail-Nutzer im Alter von 40 bis 49 Jahren greifen bei der Kommunikation auf mobile Geräte zurück. Über 50-Jährige setzen laut der Studie für die E-Mail-Kommunikation eher auf Laptop und PC.

GMX und Web.de sind die am häufigsten genutzten E-Mail-Anbieter in Deutschland

Der am stärksten genutzte E-Mail-Anbieter in Deutschland ist laut Convios Consulting mit einem Anteil von 26,2 Prozent der Befragten GMX vor Web.de (25,8 Prozent) und T-Online (11,8 Prozent). Outlook folgt mit 9,4 Prozent auf Platz vier vor AOL (3,8 Prozent) und Freenet (3,1 Prozent). Googles Mail-Dienst Gmail wird dagegen nur von 6,2 Prozent benutzt, obwohl jeder Nutzer eines Android-Smartphones zwangsweise einen E-Mail-Account von Google benötigt. Eine eigene E-Mail-Domain verwenden 3,8 Prozent der Studienteilnehmer.

Für die repräsentative Studie befragte Convios Consulting im Dezember 2015 1.006 Personen ab 14 Jahren.

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