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Studie: Video on Demand per Abo auf Boom-Kurs

Die Deutschen lieben Videos vor allem dann, wenn sie kostenlos sind. Aber das könnte sich ändern: Bis 2019 soll die Abo-Version von "Video auf Nachfrage" 51 Prozent des Branchenumsatzes in Deutschland ausmachen. Und das hat vor allem technische Gründe.

16.07.2014, 08:01 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Ein Fünftel aller Internetnutzer greift hin und wieder oder regelmäßig auf Video on Demand (VoD)-Filme zurück. Das ergibt die Studie "Video-on-Demand Forecast 2014-2019" des Marktforschungsunternehmens Goldmedia. Und das, so die Berater, sei erst der Anfang. Insgesamt sei ein Drittel aller Deutschen mögliche VoD-Abo-Kunden. Zahlreiche Befragte hätten angegeben, VoD-Dienste künftig nutzen zu wollen.

Abo-Version wächst jährlich um die Hälfte

Zwar sind Kostenlos-Angebote wie MyVideo oder ClipFish hierzulande immer noch besonders populär. Bezahl-Modelle sind jedoch auf dem Vormarsch, so die Analysten. Bis 2019 soll der Gesamtumsatz im deutschen VoD-Markt auf rund 750 Millionen Euro steigen.

Der Renner ist dabei offenbar die Abo-Variante S-VoD (Subscription-based Video on Demand), wie sie beispielsweise maxdome oder watchever anbieten. Das Modell wächst laut Studie jährlich um 50 Prozent. Ein Drittel der Video-Fans nutzt demnach ein VoD-Abo. Filme leihen oder kaufen sei hingegen auf dem absteigenden Ast.

Aktuell konkurrieren in Deutschland rund 50 VoD-Anbieter um die Gunst der Filme-Fans, so Goldmedia. Bis Ende 2014 sei mit einem Gesamtumsatz der Branche von 273 Millionen Euro zu rechnen. Dabei sind werbefinanzierte Angebote ebenso eingeschlossen wie Bezahlvideos.

Die werbefinanzierten Dienste stellen aktuell mit 28 Prozent Marktanteil das größte Stück vom VoD-Kuchen. 26 Prozent gehen auf Bezahlvideos und Abos. "Download to Own" muss hingegen kämpfen: Das Modell kommt nur auf 20 Prozent Marktanteil. In diese VoD-Variante bezieht der Anwender eine Film-Datei, die dauerhaft auf dem Computer gespeichert wird-

(Dorothee Monreal)

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