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Studie: Kids und Teens bevölkern das Internet

Nur ein "Zuviel" schadet der Kultur- und Sportbegeisterung von Jugendlichen. In Maßen kann das Internet sogar förderlich sein. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Erhebung namhafter Institute. Auch Interessantes über Fans des mobilen Internet kommt ans Tageslich.

29.09.2012, 18:01 Uhr (Quelle: DPA)
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Fast 90 Prozent der Neun- bis Zehnjährigen nutzen einer Studie zufolge das Internet. Diese Zahl erhöht sich bis zum Alter von 15 Jahren noch einmal und bleibt dann auf hohem Niveau gleich, wie aus einer aktuellen Erhebung hervorgeht. "Dieses Bild zeigt (), dass mediale Bildung bereits im frühen Grundschulalter beginnen muss", so die Quintessenz der Studie des Deutschen Jugendinstituts und des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung. Repräsentativ befragt wurden knapp 5.000 junge Menschen zwischen 9 und 24 Jahren.

"Unterschichtler" sind öfter im Netz

Wer "(sehr) intensiv täglich" Zeit im Netz verbringt, neigt dazu, sportliche und kulturelle Beschäftigungen zu vernachlässigen, so die Studie weiter. Mäßige Webausflüge seien hingegen eher förderlich: "Grundsätzlich sind Internet und soziale Netzwerke Möglichkeiten, die auch im Kontext von Kultur und Sport genutzt werden", so die Studie.

Tendenziell nutzen nach wie vor eher Jungen als Mädchen das Internet intensiv. Bei Teenagern spielt auch die Schicht eine Rolle: Jugendliche aus unteren sozialen Schichten tummeln sich laut Studie häufiger im Netz als ihre Altersgenossen aus anderen Schichten.

Ab 17 öfter mobil im Netz

Überraschend: Der Prototyp eines Jungendlichen, der mobil ins Netz geht, ist offenbar älter als 18 Jahre, hat Migrationshintergrund und stammt aus unteren sozialen Schichten. Je älter die Kids, desto mehr gewinnt das mobile Internet an Bedeutung: Nur 9 Prozent der 9- bis 12-Jährigen sind mobil online - bei den 18- bis 24-Jährigen ist es jeder Zweite (54 Prozent).

Kulturell und sportlich aktiv sind junge Menschen offenbar vor allem im Kindesalter. Im Zuge des Heranwachsens entscheiden sich vor allem Jungen tendenziell eher für Sport, die anderen mehr für kreative kulturelle Aktivitäten. Vor allem der organisierte Mannschaftssport verliert mit zunehmendem Alter an Bedeutung: Die Erhebung zeigt, dass Jugendliche mit zunehmendem Alter tendenziell Individualsportarten bevorzugen.

(Dorothee Monreal)

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