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Studie: Keine Gefahr durch Handys im Kinderzimmer

Die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hatte 3.000 junge Probanden zum Handystrahlen-Test geladen. Das Ergebnis klingt beruhigend - eine generelle Entwarnung gibt es jedoch nicht.

13.01.2009, 10:50 Uhr (Quelle: DPA)
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Handy-Strahlung hat laut Bundesamt für Strahlenschutz in einer Studie keinen Einfluss auf das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen gezeigt. Das Amt hatte bei der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben. In der Studie sei erstmals die tatsächliche Mobilfunkbelastung bei Kindern und Jugendlichen über einen Zeitraum von 24 Stunden individuell gemessen und zeitgleich ihr Wohlbefinden abgefragt worden, teilte das Bundesamt am Montag in Salzgitter mit.
Keine Symptome entdeckt
Die 3.000 Studienteilnehmer sollten angeben, ob und wie stark sie unter Befindlichkeitsstörungen leiden, wie Kopfschmerzen, Nervosität, Angst, Gereiztheit, Schwindel, Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Einschlafproblemen. Es wurde sowohl das aktuelle Befinden am Untersuchungstag als auch das Wohlbefinden der vorausgegangenen sechs Monate betrachtet. Dabei wurde kein Zusammenhang zwischen den gemessenen elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks und den abgefragten Befindlichkeitsstörungen festgestellt.
Keine Entwarnung
Generelle Entwarnung zu den möglichen Gefahren durch Handys wollte das Amt jedoch nicht geben: "Wir wissen aber weiterhin nicht, welche Langzeitwirkungen elektromagnetische Felder des Mobilfunks auf Kinder und Jugendliche haben", sagte ein Sprecher des Bundesamtes. Aus Vorsorgegründen empfiehlt es deshalb weiterhin einen vorsichtigen Umgang mit drahtlosen Kommunikationstechniken, insbesondere bei Kindern.

(André Vatter)

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