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Studie: Hälfte der Handynutzer will mehr Funktionen

Eine Befragung des IFAK Institutes zufolge, will die Hälfte der Nutzer die Anwendungsmöglichkeiten des Handys ausschöpfen. Für die andere Hälfte kommt außer Telefonie und SMS kaum etwas in Betracht.

22.05.2009, 16:01 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Die Markt- und Sozialforscher des IFAK Institutes haben in ihrer aktuellen Studie "Mobile Scan 2009" über den deutschen Mobilfunkmarkt eine Zweiteilung des Landes festgestellt. Während die eine Hälfte der Nutzer die multifunktionalen Möglichkeiten der Mobiltelefone ausschöpfte, käme für die andere Hälfte eine Anwendung jenseits von Telefonie und SMS kaum in Betracht.
Elf Prozent sehr innovativ
Bei der Onlinebefragung unter 1.011 Mobilfunknutzern Ende März wurde die Nutzungsbereitschaft für zahlreiche Handyanwendungen untersucht. Anhand des Umgangs mit dem Handy hat IFAK die Nutzer in sieben Typen unterteilt. Vier davon stünden der Nutzung moderner Anwendungen aufgeschlossen gegenüber oder nutzten diese bereits. Drei Typen hätten neben den Basisfunktionen wie Telefonie und SMS momentan kein Interesse an weiteren Anwendungen.
Die Hälfte, die über die Basisfunktionen hinaus unter anderem auch mobiles Internet, MP3-Player oder Bluetooth nutze, werde angeführt vom sogenannten Mobile Innovative Type, der Neuheiten am Markt schnell aufnehme. Zu diesem Typ gehörten elf Prozent der Handynutzer in Deutschland. Dicht gefolgt werde dieser vom Multi Entertainment Type mit 13 Prozent, der im Durchschnitt jünger sei und eine hohe Affinität zu Handyspielen und MP3-Player besitze. Vervollständigt werde diese Gruppe durch den Open Minded Type (15 Prozent), der zukünftig mobile Anwendungen nutzen wolle und dem Pragmatic Business Type (elf Prozent), für den das Handy eine Art zweites Büro darstelle.
16 Prozent regelmäßig nur Telefonie und SMS
Die andere Hälfte, die sich im Moment nicht vorstellen könne, über Telefonie und SMS hinaus noch weitere Anwendungen zu nutzen, setze sich aus drei Typen zusammen. Da gebe es laut IFAK zum einen den Standard Basic Type (16 Prozent), der sich auf Telefonieren und SMS-Schreiben beschränkt. Hinzu kämen der Conservative Assurance Type (14 Prozent), dem das Handy in allen Lebenslagen Sicherheit vermittele und der Simple Backup Type (20 Prozent), der sein Handy nur sehr selten nutze und es nur für Notfälle bräuchte.
Die Studie ergab zudem, dass sich einige Handybesitzer die Anwendung mobiler Services vorstellen könnten, wenn der individuelle Nutzen stimme. Vier von zehn Handynutzern (38 Prozent) könnten sich vorstellen, Informationen über aktuelle Abfahrtszeiten auf das Handy zu erhalten. Ebenfalls würde sich fast ein Drittel (30 Prozent) freuen, die aktuellen Benzinpreise der Stammtankstelle direkt auf das Handy übermittelt zu bekommen. Weitere vier von zehn (39 Prozent) würden eine SMS-Benachrichtigung für Paketpost begrüßen.

(Michael Posdziech)

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