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Studie: Deutschland bei Internet-Speed im Mittelfeld

Deutschland befindet sich laut einer Studie von Pando Networks hinsichtlich der durchschnittlichen Download-Geschwindigkeit im Internet nur im oberen Mittelfeld. Südkorea und osteuropäische Staaten dominieren die Top-10. Die langsamsten Internetverbindungen finden sich im Kongo.

Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Die deutschen Internetprovider werben gerne mit Highspeed-Breitbandzugängen. Privatkunden können auf Wunsch mit bis zu 128 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Netz surfen. Doch laut den Ergebnissen einer aktuellen Studie "Global Download Report" von Pando Networks liegt Deutschland beim Blick auf die in der Praxis erzielte durchschnittliche Download-Geschwindigkeit eher im oberen Mittelfeld. Die Liste führt dagegen Südkorea an, gefolgt von osteuropäischen Ländern.

Südkorea hat schnellste Internetzugänge

Pando Networks hat für die Untersuchung der Download-Zuverlässigkeit und der Internet-Geschwindigkeit von Januar bis Juni dieses Jahres insgesamt 27 Millionen Downloads von 20 Millionen Computern in 224 Ländern ausgewertet. Während der durchschnittliche Download-Speed weltweit bei 580 Kilobyte pro Sekunde (KB/s) beziehungsweise 4,64 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) liegt, kommt das sehr gut mit Breitbandzugängen erschlossene Südkorea auf einen Durchschnittswert von 2.202 KB/s. Auch bei der Zuverlässigkeit von Downloads liegt Südkorea an der Spitze: 94 Prozent der Downloads wurden ohne Unterbrechung abgeschlossen.

Die osteuropäischen Länder Rumänien und Bulgarien rangieren auf Platz zwei und drei und kommen auf Downloadraten von 1.909 KB/s beziehungsweise 1.611 KB/s. Auch die weiteren Plätze gehen an Länder im Osten Europas. Litauen folgt mit 1.462 KB/s auf Rang vier, Lettland auf Platz fünf mit 1.377 KB/s. Die USA erreichen mit 616 KB/s lediglich den 26. Platz. Deutschland liegt mit durchschnittlich 647 KB/s (5,18 Mbit/s) knapp davor. Im bevölkerungsreichen China hat Pando Network Downloads mit durchschnittlich 245 KB/s gemessen.

Im Kongo tröpfeln die Daten im Schneckentempo durch die Leitungen

Die langsamsten Internetverbindungen finden sich in Afrika. Im Kongo surfen die dortigen Internetnutzer lediglich mit durchschnittlich 13 KB/s im Web, in der Zentralafrikanischen Republik geht es mit 14 KB/s nur unmerklich schneller voran. Auf Städteebene heruntergebrochen kommen acht der zehn Städte mit den schnellsten Internetzugängen wiederum aus Südkorea. Lediglich Andover im US-Bundesstaat Massachusetts sowie die rumänische Hauptstadt Bukarest haben es darüber hinaus in die Top 10 geschafft. Die Städte mit den langsamsten Verbindungen ins globale Netz sind dagegen die algerische Hauptstadt Algier mit durchschnittlich 56 KB/s sowie das brasilianische Itapema mit 61 KB/s.

Kabelnetzbetreiber bieten in Deutschland die schnellsten Internetverbindungen

In der Untersuchung wurde auch berücksichtigt, dass das Tempo der Downloads auch vom jeweils genutzten Internetprovider abhängt. In den USA bot beispielsweise Verizon mit durchschnittlich 1.056 KB/s oder 8,45 Mbit/s die schnellsten Internetverbindungen, in Großbritannien war es Virgin Media mit 612 KB/s. Die südkoreanische Dacom Corp. schaffte 5.151 KB/s im Durchschnitt. In Deutschland bieten die führenden Kabelnetzbetreiber die schnellsten Internetverbindungen. Kabel Deutschland ermöglichte Downloads mit 978 KB/s (7,82 Mbit/s), Kabel BW 960 KB/s (7,68 Mbit/s) sowie Unitymedia 951 KB/s (7,61 Mbit/s). Die beste Performance der DSL-Anbieter zeigte Alice mit 632 KB/s (5,06 Mbit/s). Die Telekom liegt mit 493 KB/s (3,94 Mbit/s) abgeschlagen noch hinter Telefónica Germany (o2), Vodafone und Versatel.

Eine interaktive Karte mit den Ergebnissen der Untersuchung steht online unter http://chartsbin.com/view/2484 zur Verfügung.

(Jörg Schamberg)

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