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Studie: Bis zu 94.000 neue Jobs in IT-Branche

In den kommenden vier Jahren könnten nach Schätzung von Marktforschern bis zu 94.000 Arbeitsplätze in der deutschen IT-Industrie entstehen. Auch die Gründung tausender Unternehmen wird erwartet.

26.11.2009, 19:35 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Die IT-Branche treibt die Wirtschaftserholung in Deutschland voran. Nach Schätzungen einer Studie der Marktforschungsgesellschaft IDC werden innerhalb der kommenden vier Jahre in Deutschland durch Ausgaben in der Informationstechnologie (IT) bis zu 94.000 hoch qualifizierte Jobs entstehen. Zudem wird die Gründung von bis zu 3.000 neuen kleinen und mittelständischen Unternehmen erwartet.
IT-Zuwächse über den Prognosen
Allein in Deutschland würden der Studie zufolge in diesem Jahr 62 Milliarden Euro für die IT-Ausstattung ausgegeben. Mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 1,7 Prozent liege die Branche damit erneut über den gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognosen. Ausgaben für Software machten derzeit zwar nur rund ein Viertel der Kosten in diesem Bereich aus, sie werden allerdings für 62 Prozent aller neu geschaffenen Arbeitsplätze verantwortlich sein, sagte Wafa Moussavi-Amin, Geschäftsführer von IDC Central Europe. Für die beginnende wirtschaftliche Erholung in Deutschland zeige die Studie die hohe Bedeutung der IT und vor allem der Software, sagte Achim Berg, Chef von Microsoft Deutschland. "Dabei halte ich die Zahlen noch für sehr konservativ", so Berg. Der Softwarehersteller hatte die Studie, die insgesamt 52 Länder umfasst, bei IDC in Auftrag gegeben.
Steigende Ausgaben für Software erwartet
Microsoft setzt derzeit große Hoffnungen in den Erfolg seines neuen Betriebssystems Windows 7 und verfügt in Deutschland über ein weit verzweigtes Netzwerk mit rund 31.500 Partnerunternehmen. Diese hätten 2009 bereits rund 21 Milliarden Euro erwirtschaftet, hieß es. Mit einem Wachstum von 3,2 Prozent werden bis zum Jahr 2013 die Ausgaben für Software deutlich über dem Schnitt liegen, noch vor den Ausgaben für IT-Services mit einem Zuwachs von 2,8 Prozent.
"Software kommt in allen Bereichen eine Schlüsselrolle zu", sagte Berg. Bei der Zahl der Beschäftigten stehe die IT-Industrie der Automobilindustrie in nichts nach, so der Microsoft-Chef. In den 52 von IDC untersuchten Ländern sind den Angaben zufolge zurzeit 35,6 Millionen Menschen im IT-Umfeld tätig, 42 Prozent davon arbeiten in Microsofts Partnersystem.

(Christian Wolf)

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