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Streit über Urheberrechte

Angesichts neuer Technologien hat die Telekom- und Computerbranche eine flexiblere Vergütung von Urheberrechten gefordert.

09.03.2006, 15:01 Uhr
CeBIT© CeBIT

Angesichts neuer Technologien hat die Telekom- und Computerbranche eine flexiblere Vergütung von Urheberrechten gefordert. Eine Abkehr von pauschalen Abgaben sei notwendig, forderte der Branchenverband BITKOM mit Blick auf die bevorstehende Urheberrechtsnovelle.
Dringend notwendig sei der Einsatz neuer, gerechterer und besserer Vergütungsmodelle, die die Entgelte der Urheber sicherten, ohne die Märkte für digitale Geräte und Inhalte zu schädigen, sagte BITKOM-Vizepräsident Menno Harms am Donnerstag auf der CeBIT in Hannover.
Eine zeitgemäße Urhebervergütung müsse sich an der Nutzung von Inhalten orientieren. Die bisherige Kopierabgabe sei nicht ohne weiteres auf neue Geräte und Inhalte zu übertragen. Digitale Technik erfordere eine genaue digitale Rechnung an den jeweiligen Nutzer. Während die Erlöse aus CD-Verkäufen weiter zurückgingen, stiegen die Einnahmen aus neuen Verwertungsformen wie Internet-Downloads, Handy-Klingeltöne oder die Bestellung einzelner TV-Sendungen nach dem Pay-per-View-Prinzip.
Nach BITKOM-Angaben forderten die Verwertungsorganisationen im vergangenen Jahr 694 Millionen Euro Urheberrechtsabgaben. 102 Millionen Euro fielen bei Fotokopierern, Faxgeräten, Scannern, CD- und DVD-Brennern sowie MP3-Playern an. Zusätzlich 592 Millionen Abgaben auf PC, Drucker und Multifunktionsgeräte sind zwischen den Herstellern und den Verwertungsgesellschaften strittig.

(Hayo Lücke)

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