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Street View: Ingolstadt protestiert gegen Google

Eine Delegation der Stadt übergab dem Internet-Konzern in Hamburg mehr als 700 Widersprüche, mit denen sich die Bürger gegen das Abbild ihres heimischen Umfelds im Dienst Street View wehren.

26.03.2010, 19:04 Uhr (Quelle: DPA)
Google© Google

Mehr als 700 Leser der Zeitung "Donaukurier" (Ingolstadt) wehren sich gegen das Abbild ihres heimischen Umfelds im Internet-Dienst Google Street View. Wie die Online-Redaktion des Blattes mitteilte, übergab eine Delegation am Freitag in Hamburg die mehr als 700 Widersprüche, die auf Formblättern über die Plattform der Zeitung eingereicht worden waren.

Beeinträchtigung der Persönlichkeitsrechte

Kay Oberbeck, Pressesprecher von Google Deutschland, habe die Dokumente in der Deutschland-Zentrale des Internet-Konzerns entgegen genommen und zugesagt, sie der Rechtsabteilung zu übergeben.

Das Google-Street-View-Auto ist laut "Donaukurier" derzeit im Raum Ingolstadt unterwegs und fotografiere Straßen und Häuser. Viele Bürger sähen darin eine Beeinträchtigung ihrer Persönlichkeitsrechte, zumal auch Menschen im Straßenbild mit aufgenommen würden. Google hatte nach anhaltender Kritik an der Internetpräsentation zugesagt, Möglichkeiten für Hausbesitzer in Deutschland zu schaffen, Aufnahmen bereits vor der Veröffentlichung im Netz löschen zu lassen.

Street View ist eine Ergänzung zum Online-Kartendienst "Maps". Während die klassischen Karten und Satellitenbilder nur eine Sicht von oben bieten, zeigt die neue Funktion einen Rundum-Blick des Straßenzuges, inklusive Häusern, Autos und Passanten. Google nennt die Panoramabilder "virtuelle Reise" - Kritiker sehen darin eine grobe Verletzung der Privatsphäre.

(Michael Posdziech)

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