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Street View: Google verleiht Kamera-Rucksäcke an private Organisationen

Universitäten, Tourismusbehörden oder Wissenschaftler können sich sich bei Google bewerben, um per Kamera-Rucksack Aufnahmen für Street View beizusteuern.

28.06.2013, 16:46 Uhr (Quelle: DPA)
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Google lädt private Organisationen zum Mitmachen bei seinem Kartendienst Street View ein. Universitäten, Tourismusbehörden oder Wissenschaftler können sich darum bewerben, Aufnahmen für Street View beizutragen, wie Google am Donnerstag (Ortszeit) per "Blog-Posting" mitteilte. Sie bekommen dann einen speziellen Rucksack von Google ausgeliehen, auf dem eine Kamera montiert ist.

Tourismusbehörde von Hawaii als erster Partner

Die Kamera macht beim Wandern Aufnahmen in alle Richtungen. Alle 2,5 Sekunden wird ein Foto geschossen, erläutert Google. Diese Daten werden später in den Street View-Dienst aufgenommen. Wie bei den neuen Aufnahmen mit zufällig geknipsten Touristen umgegangen wird, geht aus Googles Ankündigung nicht hervor. Vermutlich werden auch hier die Gesichter unkenntlich gemacht.

Der erste Partner ist die Tourismusbehörde von Hawaii, die Fotos von Wanderwegen entlang von Vulkanlandschaften beisteuert. "Wir werden dieses Pilotprogramm in den kommenden Monaten für eine begrenzte Anzahl von Gruppen weltweit öffnen", schreibt Google auf einem Firmenblog. Street View zeigt in Googles Kartendienst Aufnahmen auf Straßenlevel an. Google ergänzte den Dienst immer wieder um publikumsträchtige Aufnahmen, etwa Unterwasserbilder vom Great Barrier Reef vor Australien.

Diskussion um Datenschutz bei Street View in Deutschland

In Deutschland gab es bei Einführung des Dienstes heftige Diskussionen um den Datenschutz, weil Fotos von Hausfassaden, Autos und Passanten online zugänglich gemacht werden. In Streetview werden allerdings Autokennzeichen und Gesichter mit einem Filter anonymisiert. Bewohner in Deutschland konnten ihre Häuser und Wohnungen auf Antrag ebenfalls filtern lassen.

Der Deutsche Tourismusverband reagierte verhalten auf die Ankündigung. Es gäbe ja bereits Möglichkeiten, sich im Internet authentische Aufnahmen von schönen Landschaften oder touristischen Attraktionen anzuschauen, sagte Hauptgeschäftsführerin Claudia Gilles der Nachrichtenagentur dpa. "Foto-und Video-Sharing-Plattformen bieten diesen Dienst. Bisher hat Google seine Pläne noch nicht an uns herangetragen, in den Regionen wird das Angebot mit Interesse geprüft werden."

(Jörg Schamberg)

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