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Strato: Gratis-Flat bei neuem ADSL2(+)-Anschluss

Die Freenet-Tochter springt endlich auch auf den schnellen ADSL2(+)-Zug und bringt einen 16.000er-Anschluss für 29,85 Euro - inklusive Flatrate.

01.06.2006, 08:01 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Die Freenet-Tochter Strato springt endlich auch auf den schnellen ADSL2(+)-Zug. Ab heute ist bei dem Webhoster auch ein ADSL2(+)-Anschluss mit 16.000 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) im Angebot. Der Anschluss kostet monatlich 29,85 Euro, die Flatrate dazu gibt es bei den Berlinern gratis. Der Provider nutzt die Gelegenheit und räumt mit einem Standard des Marktes auf: Die preisliche Bevorzugung bestimmter Regionen wird es bei Strato nicht mehr geben. Die City-Flat ist damit Geschichte.
Mit Fritzbox
Strato-High-Speed ist ab sofort in zahlreichen Anschlussgebieten verfügbar. Eine genaue Liste der ADSL2(+)-tauglichen Städte gibt es noch nicht. Etwa fünfzig Städte sollen es sein. "Es sind mehr Städte als die, in denen unsere Mega-Flat verfügbar ist", erklärt Strato-Chef Damian Schmidt. Der Vorstandsvorsitzende will mit dem Angebot vor allem Neukunden anziehen. Strato macht es Interessenten leicht und verzichtet auf die Bereitstellungsgebühr bei ADSL2(+), dafür bindet sich der Kunde 24 Monate an den Provider. Dazu gibt es die neue Fritz!Box Fon WLAN 7170.
Wer genau hinter dem neuen Angebot steckt wollte Schmidt allerdings nicht genau verraten. Offiziell liefert Konzernmutter Freenet den 16.000er-Anschluss. Doch auch die kann in Sachen ADSL2(+) nicht zaubern. Es mehr als zwei Vordienstleister, heißt es dazu in Berlin. Es dürfte sich also um die üblichen Verdächtigen handeln: Telekom, Telefonica und QSC.
VoIP: Europa-Flatrate
Zusätzlich zum DSL-Angebot sind die verschiedenen Voice-over-IP-Angebote der Strato wie bei einem Baukastensystem buchbar. Als Basis-Modul kostet die PhoneFlat für das deutsche Festnetz zusätzlich 9,90 Euro im Monat. Wahlweise lassen sich eine Flatrate für Gespräche nach Europa und USA/Kanada oder eine Mobilfunk-Flatrate für jeweils 15 Euro dazubuchen.
Garniert wird der schnelle Internetanschluss außerdem mit einem umfangreichen, extra für den DSL-Tarif zugeschnittenen Hosting-Paket. ADSL2(+)-Kunden erhalten eine ".de"-Domain mit 160 Megabyte Plattenspeicher, 16 Gigabyte Traffic im Monat und 100 echten Postfächern (IMAP oder POP3). Auch bei den Resale-Zugängen spendiert Strato mit der Web-Visitenkarte "C" ein keines Hosting-Paket.
Schluss mit Mega
Im Zuge der Einführung des schnellen ADSL2(+) räumt Strato gleich mit dem bisherigen DSL-Produktportfolio auf. Der Anschluss mit einem Megabit pro Sekunde (Mbit/s) wird ersatzlos gestrichen. Den beliebten 2-Mbit-Zugang sowie das bisherige Flaggschiff mit 6 Mbit/s wird es weiterhin geben. Für diese Resale-Anschlüsse gilt ab sofort ein neues Tarifmodell. Strato macht Schluss mit der City-Flat: Die regionale Trennung in "Mega-Flat" (4,90 Euro) und "Strato-Flat" (8,90 Euro) entfällt in Zukunft ganz.
Strato berechnet bei den beiden Resale-Bandbreiten für die Flatrate künftig im ersten Jahr nichts, danach 6,90 Euro im Monat. Bei der 24-monatigen Laufzeit der Verträge ergibt sich so rechnerisch ein Flatrate-Preis von 3,45 Euro pro Monat - und das für alle Resale-Kunden. Wer mit 16.000 Kbit/s saugt, der kriegt die Flatrate während der gesamten Vertragslaufzeit gratis dazu.
Wechselspiele
Wer aktuell bei der Strato noch einen Vertrag mit der Strato-Flat für 8,90 Euro hat, wird in die neue Tarifstruktur wechseln können und bezahlt dann monatlich nur noch 6,90 Euro. Kunden, die aus einem Strato-Resale-Angebot auf ADSL2(+) wechseln möchten, haben es allerdings schwerer. Für sie gibt es aus technischen Gründen derzeit kein Wechselangebot, wie Damian Schmidt bedauert. Der Strato-Boss versichert aber, keine Kunden verlieren zu wollen. Er will die Nachfrage beobachten und bei Bedarf auch ein passendes Angebot machen.

(Volker Briegleb)

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