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Strafanzeige gegen Easycash

"Bei einem Kontrollbesuch habe ich festgestellt, dass Easycash rechtswidrig Daten über EC-Kartenzahlungen für andere Zwecke übermittelt hat", teilte der Datenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen, Ulrich Lepper mit.

15.10.2010, 15:16 Uhr (Quelle: DPA)
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Der Wirbel um Datenmissbrauch bei Easycash ist nicht beendet. Jetzt hat der Datenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen, Ulrich Lepper, Strafanzeige gegen den größten EC-Netzbetreiber gestellt.

Kein Anlass zur Entwarnung

"Bei einem Kontrollbesuch habe ich festgestellt, dass Easycash rechtswidrig Daten über EC-Kartenzahlungen für andere Zwecke übermittelt hat", teilte Lepper am Freitag in Düsseldorf mit. "Es gibt daher keinen Anlass für eine Entwarnung, auch wenn sich der Verdacht bisher nicht bestätigt hat, dass Daten von Kundenkarten und EC-Zahlungen verknüpft wurden, um Kundenprofile zu erstellen."

Ein Sprecher von Easycash wollte zu den neuen Vorwürfen am Freitag keine Stellung nehmen. Es handele sich um ein "schwebendes Verfahren".

Erst am Donnerstag hatte dagegen der Hamburger Datenschutz Entwarnung gegeben, weil keine Anhaltspunkte dafür gefunden worden seien, "dass ein Datenabgleich im großen Stil erfolgt ist". Lepper riet ausdrücklich zur Vorsicht im Umgang mit Kunden- und EC-Karten, solange für die Verbraucher nicht transparent sei, was mit ihren Daten geschehe. "Hier sind zunächst die Unternehmen in der Pflicht."

(Hayo Lücke)

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