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Stop watching us: 100.000 Internetnutzer protestieren gegen US-Datenschnüffelei

Die aufgedeckte Daten-Spionage der US-Regierung im Netz führt zu wachsenden Protesten der Internetgemeinde. Innerhalb von nur zwei Tagen gingen mehr als 100.000 digitale Unterschriften bei der Kampagne "Stop watching us" ein.

13.06.2013, 18:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Der Protest der Internetgemeinde gegen die Datenschnüffelei der US-Regierung gewinnt an Fahrt. Binnen zwei Tagen gingen bei der Kampagne "Stop Watching Us" ("Hört auf, uns zu beobachten") mehr als 100.000 digitale Unterschriften ein, Tendenz weiter steigend. Der Firefox-Entwickler Mozilla hatte den Aufruf am Dienstag mit Unterstützung von rund 80 Bürgerrechtsorganisationen, Firmen und Einzelpersonen gestartet.

Internetkonzerne auf Konfrontationskurs

In einem offenen Brief auf der Website stopwatching.us wird der US-Kongress aufgefordert, die Überwachung von Internet und Telefon zu stoppen, das Ausmaß offenzulegen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. "Diese Art der pauschalen Datensammelei kratzt an den amerikanischen Grundwerten von Freiheit und Privatsphäre", heißt es in dem Aufruf. Dadurch würden Eckpfeiler der Verfassung verletzt.

Auch die großen Internetkonzerne Google, Microsoft, Facebook und Twitter sind auf Konfrontationskurs mit der Regierung gegangen. Sie wollen die Anzahl und Tragweite der Datenabrufe durch den Geheimdienst NSA offenlegen. Das ist ihnen bislang aus Gründen der "nationalen Sicherheit" verboten.

Mit der Offenlegung wollen die Konzerne einem Vertrauensverlust bei ihren Nutzern entgegenwirken. Denn das würde sich letztlich auf das Geschäft auswirken.

(Jörg Schamberg)

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