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Störung bei Amazon: Blitz legte "Wolke" lahm

Ein Blitzschlag - und Amazons Cloud-Dienste gingen in die Knie. Auch die Webseiten des Online-Händlers waren betroffen. Die Arbeiten dauern noch an.

08.08.2011, 16:32 Uhr
Amazon© Amazon

Wenn die Natur ihre Muskeln spielen lässt, sind selbst Branchenriesen wie Amazon und Microsoft machtlos. Ein Blitz schlug gestern in ein Rechenzentrum bei Dublin in Irland ein und legte Amazons europäischen Cloud-Computing- Dienst EC2 lahm. Auch Nutzer von Microsofts BPOS (Business Productivity Online Suite) waren offenbar betroffen.

Arbeiten dauern bis morgen an

60 Prozent der Elastic Compute Cloud-Systeme sollen wieder aktiv sein. Dennoch können die Arbeiten Amazon zufolge bis morgen andauern. Der Blitz traf offenbar einen Transformator, woraufhin ein Feuer ausbrach und auch der Notstromaggregator nicht aktiviert werden konnte. Die deutsche und britische Website des Onlinehändlers sollen nach Medienberichten ebenfalls nicht reibungslos funktioniert haben.

Verzug wegen Datensicherung

Die zögerliche Wiederherstellung der Dienst hängt Amazon zufolge vor allem mit den Elastic-Block-Store-Servern (EBS) zusammen. Vor dem manuellen Hochfahren müssen die Daten darauf gesichert werden. Dieser Prozess habe die Arbeiten aufgehalten, unter anderem wegen des großen Speicherplatzbedarfs für die Datensicherung.

Die relativ junge Cloud-Technologie ("Arbeiten in der Wolke") kann Studien zufolge Unternehmen und Privatpersonen Hardware-, Software- und Energiekosten einsparen. Hierzulande gerät sie des öfteren wegen fragwürdiger Datensicherheit ins Fadenkreuz der Kritiker.

(Dorothee Monreal)

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