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Stirbt das Fax aus?

Immer mehr Firmen wollen künftig per E-Mail kommunizieren. Faxe und Postversand sollen weniger intensiv genutzt werden.

26.04.2005, 16:11 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Post und Fax werden als Kommunikationskanäle zu Kunden immer unbedeutender. Jedes dritte Unternehmen will in diesem Jahr weniger in die Kommunikation per Telefax investieren. Zudem plant jede fünfte Fach- und Führungskraft, Kunden in Zukunft weniger Briefe zu schreiben. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie Kundenkommunikationstrend vom IT-Dienstleister novomind und dem Spezialisten für Umfrage- und Beschwerdemanagementsoftware Inworks.
Das Internet boomt
Der Favorit in der elektronischen Kundenkommunikation ist das Internet: Jedes zweite Unternehmen will mehr in diesen Kanal investieren, jedes fünfte will seine Investitionen in das Web sogar um bis zu 20 Prozent steigern. Während die Post an Attraktivität verliert, wird die elektronische Post immer wichtiger: 46 Prozent aller befragten Firmen planen Investitionen in die E-Mail-Kommunikation.
Neben den elektronischen Kommunikationswegen bleibt das persönliche Kundengespräch nach wie vor das Kundenkontaktmedium Nummer Eins. Das telefonische Kundengespräch rangiert in der Investitionsrangfolge mit 54 Prozent der Unternehmen, die investieren wollen noch knapp vor dem Internet. Wenn der Trend jedoch weiter anhält, könnte sich dieses Verhältnis in den nächsten Jahren umkehren, so die Einschätzung der novomind AG. Ein neues Medium, das sich in der Kundenkommunikation bisher nicht bewährt hat, ist die SMS. Optimismus und Pessimismus halten sich hier die Waage: Während 22 Prozent der befragten Unternehmen mehr investieren werden, planen 21 Prozent eine Senkung ihrer SMS-Investitionen.
E-Mail-Lösungen im Fokus
Das stetig wachsende E-Mail-Aufkommen macht eine effiziente Organisation der elektronischen Post notwendig. Die Unternehmen wissen von diesem Problem und reagieren mit der Einführung von Software zur voll- oder teilautomatisierten E-Mail-Bearbeitung. 36 Prozent wollen einfache Autoresponder einführen oder bestehende ausbauen, die beim Empfang einer E-Mail automatisch eine Empfangsbestätigung zurücksenden.
Doch auch komplexere Lösungen – so genannte E-Mail-Management-Systeme - erfreuen sich großer Beliebtheit. 58 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits eine solche Software, die E-Mails inhaltlich analysiert, in Kategorien einordnet und dem Kundenbetreuer anhand der Analyse sogar Antwortvorschläge liefert. 20 Prozent planen die Anschaffung.

(Hayo Lücke)

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