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"Stiftung Warentest": 16 mobile Navis im Test

Die Tester nahmen mobile Navigationsgeräte mit Displays von 3,5 bis 5 Zoll unter die Lupe. Als Testsieger ging das Falk F12 hervor.

01.01.2010, 13:01 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Navigationsgeräte sind erschwinglich geworden. Die Preise für die elektronischen Routenführer haben sich nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM in den letzten drei Jahren mehr als halbiert. Inzwischen präsentieren die Hersteller eine breite Palette vom Einsteigergerät bis zum internetfähigen Multitalent. In der aktuellen Ausgabe des Magazins "test" (Januar 2010) hat die "Stiftung Warentest" insgesamt 16 mobile Navigationsgeräte in den Preisklassen zwischen 94 und 440 Euro getestet, die zwischen Mai und Oktober diesen Jahres gekauft worden sind.
Displays von 3,5 bis 5 Zoll
Unter die Lupe genommen wurden dabei Geräte mit verschieden großen Displays.
3,5 Zoll (8,8 Zentimeter):

  • TomTom One IQ Routes Central Europe Traffic
  • Navigon 2410
  • Mio Moov M305
  • Garmin nüvi 1240
4,3 Zoll (10,9 Zentimeter):
  • Falk F12
  • Becker Traffic Assist Z205
  • Medion GoPal E4230
  • Navigon 4350 max
  • Garmin nüvi 1390Tpro
  • TomTom Go 950 Live
  • TomTom XL IQ Routes Europe Traffic
  • TomTom XL Live
5 Zoll (12,7 Zentimeter):
  • Navigon 8410
  • Garmin nüvi 1490Tpro
  • Mio Moov Spirit 500 Handsfree Traffic
  • NavGear Streetmate GT-50T-3D
Navigation als Hauptkriterium
Die Navigation war das wichtigste Bewertungskriterium für den Test. Gemessen wurde die Zeit für Start und Ortung sowie für die Routenberechnung. Außerdem spielte die Qualität der Routenführung sowie unter anderem die Klarheit der Fahrempfehlungen oder die Anzeige von komplexen Kreuzungen eine Rolle. Bei der Handhabung achteten die Tester auf eine leicht verständliche Gebrauchsanleitung, auf die Installation und das Transportgewicht des Gerätes sowie auf die Qualität der Anzeige, etwa das Ablesen im Dunkeln. Zudem wurde die Alltagstauglichkeit überprüft indem Adresseingaben oder Menübedienung gecheckt wurden.
Das mit gut (2,1) bewertete Falk F12 mit einem mittleren Preis von 325 Euro ging als Testsieger hervor. Den Testern gefiel die Vielseitigkeit des Navis mit TMCpro, Kopfhöreranschluss und installiertem Reiseführer.
Falk F12 als Testsieger
Das Akku des Falk-Navis wurde mit einer Laufzeit von nur 2:15 Stunden dagegen als vergleichsweise schwach empfunden. Andere Geräte hielten bis zu 3:50 Stunden durch. Kartenupdates für zwei Jahre sind beim Kauf bereits inklusive. Auf den Plätzen zwei und drei folgen das Becker Traffic Assist Z205 und das Navigon 8410. Insgesamt erhielten elf der 16 Navis das Qualitätsurteil gut. Die TomTom-Geräte XL IQ Routes und XL Live, das Mio Moov Spirit 500 sowie das Garmin nüvi 1240 wurden mit befriedigend bewertet. Als einziges Gerät im Test musste sich das NavGear Streetmate dagegen mit einem ausreichend (3,7) zufrieden geben. Bemängelt wurde bei dem im Durchschnitt rund 170 teuren Navi der langsame Start und die schleppende Ortung. Auch die Anzeige bei direktem Sonnenlicht sei schlecht. Ans Ziel führten jedoch alle 16 Navigationsgeräte.
TomTom One bestes 3,5-Zoll-Gerät
Als bestes 3,5-Zoll-Navi rangiert das TomTom One IQ Routes Central Europe Traffic in der Gesamtliste auf Rang 13. Die Tester hoben die sehr gute Darstellung der Routen sowie die gute Akkuleistung hervor. Das Kartenmaterial für das durchschnittlich 148 teure Navi beschränkte sich aber nur auf Deutschland, Österreich, die Schweiz und angrenzende Länder. Einen fehlenden Speicherkartenplatz für Speicherkarten mit aktuellem Kartenmaterial monierte Stiftung Warentest bei den Navis Mio Moov M305 sowie bei den drei TomTom-Geräten One, XL IQ Routes und XL Live. Diese vier Routenführer sind zwingend auf eine Kartenaktualisierung über den PC angewiesen. Das Kartenmaterial selbst ist je nach Anbieter teils kostenlos oder wird mit bis zu 90 Euro berechnet. Über das Stauwarnsystem TMC verfügen fast alle Navis. Vier Geräte - darunter Testsieger Falk sowie die beiden Garmin-Modelle und das zweitplazierte Becker Traffic Asssist Z205 - bringen auch das bessere TMCpro mit.
Langsame Routenberechnung bei TomTom-Navis
Unterschiede ergaben sich laut "Stiftung Warentest" bei der Schnelligkeit der Routenberechnung. Die TomTom-Geräte wie das XL Live hätten sich dafür mit fast zwei Minuten recht viel Zeit gelassen. Das günstige Medion GoPal E4230 bewältigte dies dagegen in knapp zwölf Sekunden. Nur schleppend ging es bei einigen Geräten auch mit der Bestimmung des aktuellen Standorts voran. Das NavGear benötigte 78 Sekunden, als ebenfalls langsam hätten sich hier auch die Navis von Garmin erwiesen.
Zusatzfunktionen wie die Fußgängernavigation boten alle Navigationsgeräte bis auf das Mio Moov M305. Als mit rund 94 Euro günstigstes Gerät im Test schnitt das Mio-Navi dennoch auch mit gut (2,5) ab. Mit integrierten Reiseführern warteten das Falk F12, das Medion GoPal E4230, das TomTom Go 950 Live sowie das Mio Moov Spirit 500 auf. Schließlich zeigten die elektronischen Routenführer von Falk, Navigon und TomTom eine gewisse Lernfähigkeit, indem sie Routen je nach Fahrzeit exakter berechnen konnten.
Der detaillierte Test der Navigationsgeräte mit Übersichtstabelle findet sich sowohl in der aktuellen "test"-Ausgabe von "Stiftung Warentest" als auch zum kostenpflichtigen Abruf im Internet unter www.test.de/navi.

(Jörg Schamberg)

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