Bitkom-Umfrage

Steak aus dem 3D-Drucker stößt bei Deutschen auf wenig Interesse

Kommt in deutschen Haushalten in der Zukunft Fleisch aus dem 3D-Drucker auf den Tisch? Nur ein kleiner Teil der Teilnehmer einer Bitkom-Umfrage würde solches Fleisch essen. Es gibt offenbar Grenzen für digitale Technik.

Jörg Schamberg, 17.01.2020, 16:42 Uhr
GänsebratenEin Festbraten aus dem 3D-Drucker? Zumindest ein kleiner Teil der Deutschen würde dies essen. (Symbolbild)© foodinaire / Fotolia.com

Die Nutzung moderner Technologien macht auch vor der Nahrungsmittelproduktion nicht halt. Das zeigt sich seit diesem Freitag auf der Agrarmesse "Grüne Woche" in Berlin. Doch akzeptieren Verbraucher Innovationen auch beim zukünftigen Fleischkonsum? Der Digitalverband Bitkom wollte im Rahmen einer repräsentativen Umfrage wissen, ob die Deutschen Steak aus einem 3D-Drucker essen würden.

Fleischproduktion per Lebensmitteldrucker

Bei diesem Verfahren komme laut Bitkom ein Lebensmitteldrucker zum Einsatz, der etwa aus Rinder-Zellen ein Stück Fleisch produziere. Derzeit sei diese Methode noch nicht massenmarkttauglich. Dennoch würde jeder achte Bundesbürger (13) Prozent künftig auch Fleisch aus dem 3D-Drucker essen. 21 Prozent zeigten sich jedoch skeptisch und 62 Prozent schlossen dies kategorisch aus.

Generell essen 42 Prozent der befragten Deutschen ab 16 Jahren im Zuge der aktuellen Klimawandel-Debatte weniger Fleisch. "Viele Menschen wollen ihren Fleischkonsum aufgrund von gesteigertem Umwelt- und Tierwohlbewusstsein reduzieren, aber nicht auf den Geschmack verzichten. Fleisch aus dem 3D-Drucker bietet in Zukunft möglicherweise einen Mittelweg", sagt Andreas Schweikert, Bitkom-Experte für Landwirtschaft. "Die Umfrage zeigt, dass zumindest ein Teil der Bevölkerung dem offen gegenübersteht."

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