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Startschuss für DVB-T in weiteren Regionen

Im Südwesten und in der Mitte Deutschlands bringt der Juli neue Versorgungsgebiete für DVB-T. Im November wird mit Südwestfalen eine weitere Region in Nordrhein-Westfalen an das digitale Netz gehen.

10.07.2007, 12:16 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Das digitale Antennenfernsehen DVB-T setzt seinen Expansionskurs fort. Seit dem heutigen Dienstag, 10. Juli, werden Gebiete um den Hochrhein, den Kaiserstuhl, Freiburg sowie im mittleren Schwarzwald mit digitalen Fernsehprogrammen versorgt. Die Abdeckung in Baden-Württemberg gestaltet sich durch die besondere topographische Struktur kompliziert. In Mitteldeutschland werden ab dem 23. Juli weitere Regionen an das digitale Sendernetz angeschlossen, im Herbst folgt Südwestfalen.
Baden-Württemberg versorgt
Insgesamt strahlen die Sender Hochrhein (nördlich von Bad Säckingen), Freiburg (Totenkopf auf dem Kaiserstuhl) und Brandenkopf (nördlich von Hausach) zwölf öffentlich-rechtliche Programme aus. Dabei handelt es sich um Das Erste, SWR Fernsehen, Bayerisches Fernsehen, WDR Fernsehen, Eins Plus, Phoenix, arte, hr fernsehen, ZDF, 3sat und KiKa/ZDFdokukanal. Eingesetzt werden die Kanäle 33, 39 und 52. Aus Kostengründen verzichten die privaten Programmveranstalter einmal mehr auf eine Beteiligung.
Im Spätherbst sollen weitere Regionen im Süden Baden-Württembergs sowie im Südosten von Rheinland-Pfalz digitalisiert werden. Dazu zählen der Raum Baden-Baden, die Region Bodensee-Oberschwaben zwischen Ulm, Ravensburg, Donaueschingen und der westliche Teil der Schwäbischen Alb. In Rheinland-Pfalz wird die Südpfalz und das Gebiet um den Donnersberg umgestellt.
Bis Ende kommenden Jahres soll die Umrüstung für den gesamten Südwesten möglichst abgeschlossen sein. Es wird aber nach Informationen des SWR geografisch bedingt aber immer Regionen geben, die nicht lückenlos versorgt werden können. Im Zuge der Erweiterung findet am 23. Juli in Mitteldeutschland an den Sendestandorten Leipzig und Halle ein Kanaltausch statt. Die Programme Das Erste, arte, Phoenix und EinsFestival werden von Kanal 22 auf Kanal 24 verlegt. ZDF, 3sat und KiKa/ZDFdokukanal sind dann nicht mehr auf Kanal 42, sondern auf Kanal 22 zu finden.
Ausbau in Mitteldeutschland
Am 23. Juli wird DVB-T in weiteren Teilen von Sachsen und Thüringen eingeführt. Betroffen sind die Regionen Dresden/Löbau, Chemnitz, das Erzgebirge, das sächsische und thüringische Vogtland, Gera sowie das Altenburger Land. Dann werden an allen Standorten Das Erste, arte, Phoenix, Eins Festival, ZDF, 3sat, KiKa/ZDFdokukanal, MDR Fernsehen, WDR Fernsehen und rbb Fernsehen ausgestrahlt. In Sachsen ist zusätzlich das Bayerische Fernsehen auf Sendung, in Thüringen hr Fernsehen.
Am 9. Oktober geht der DVB-T Ausbau in Mitteldeutschland weiter und soll dann Magdeburg, die Harzregion vom Standort Brocken sowie Wittenberg und die Region Anhalt-Dessau erschließen. Spätestens Ende kommenden Jahres soll auch in Mitteldeutschland eine flächendeckende Versorgung erreicht sein.
Weitere Region in Nordrhein-Westfalen
Auch in Nordrhein-Westfalen ist in Sachen DVB-T Stillstand ein Fremdwort. Bereits seit 1. Juli sendet anstatt des eingestellten Dokumentationssenders terranova in den Regionen Köln/Bonn und Düsseldorf/Ruhrgebiet nun Tele 5. Ab 13. November wird DVB-T in Südwestfalen auf Sendung gehen. Die Standorte Siegen und Nordhelle werden Das Erste, arte, Phoenix, Eins Festival, NDR Fernsehen, WDR Fernsehen, SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz, MDR Fernsehen sowie ZDF, 3sat und KiKa/ZDFdokukanal übertragen. Erst am 12. Juni war die Region Münster an das DVB-T Netz angeschlossen worden.
Noch vor Jahresfrist ist auch der Startschuss in Aachen vorgesehen, wobei in der Euro-Regio-Region detaillierte Absprachen mit den Niederlanden und Belgien geführt werden müssen. In beiden Ländern wird bereits ein umfangreiches digitales Programmpaket über die Hausantenne übertragen.

(Stefan Hagedorn)

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