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Start privater Minidrohnen soll neu geregelt werden

Beim Start eine Minidrohne in einer Kontrollzone um einen Flughafen muss der Tower um Freigabe gebeten werden. Andernfalls droht ein Bußgeldbescheid des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung, das laut Wirtschaftswoche bis zu 50.000 Euro betragen kann.

10.03.2014, 15:35 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Minidrohnen sind zu einem beliebten Hobby für Privatleute geworden. Dennoch dürfen sie nicht einfach so gestartet werden. In der Nähe von Flughäfen müsste sogar die Flugsicherung um Erlaubnis gefragt werden. Neue Regelungen sollen bald für mehr Klarheit sorgen, berichtet die "Wirtschaftswoche".

Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro

Schon für eine niedrige dreistellige Summe ist eine Minidrohne zu haben. Sie kann mehr als 200 Meter in der Luft aufsteigen und wird dabei meist über ein Smartphone gesteuert. Fotografen gelingen so ungewöhnliche Perspektiven, aber auch in der Landwirtschaft werden die Minidrohen eingesetzt, um die Äcker zu überwachen.

Beim Start eine Drohne in einer Kontrollzone um einen Flughafen muss jedoch der Tower um Freigabe gebeten werden. Andernfalls droht ein Bußgeldbescheid des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung, das laut Bericht bis zu 50.000 Euro betragen kann.

50 Anfragen pro Tag in Berlin

Diese Zonen decken oft große Teile eines Stadtgebiets ab und umfassen auch militärische Anlagen. In einigen Fällen sollen bereits fliegende Objekte in Hüfthöhe als unerlaubtes Eindringen in einen kontrollierten Luftraum gewertet worden sein. In Berlin gibt es über dem Deutschen Bundestag sogar eine ausgewiesene Flugverbotszone. Wer dort eindringt, begeht nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat.

Das eigentliche Problem entsteht aber erst, wenn sich alle Besitzer einer Minidrohne an die Vorschriften halten. Nur ein kleiner Teil bittet bereits jetzt bei den Fluglotsen um Starterlaubnis. In Berlin sollen es bis zu 50 Anfragen pro Tag sein. Die Lotsen müssen sich aber vorrangig um die Start- und Lande-Freigaben für Verkehrsflugzeuge kümmern. Für zusätzliche Anfragen ist dann kaum noch Zeit.

Sonderregelungen für private Minidrohnen diskutiert

Es gilt allerdings noch eine weitere Vorschrift zu beachten, denn auch der Eigentümer eines Grundstücks, von dem die Drohne startet, muss um Erlaubnis gefragt werden. Bei öffentlichen Plätzen sind dies die Ordnungsämter der Kommunen.

Laut Wirtschaftswoche sollen Vertreter der Flugsicherung und aus dem Bundesverkehrsministerium über mögliche Sonderregelungen für zivile Minidrohen sprechen. Auch eine Aufklärungskampagne werde disktuiert, die die Bevölkerung über Rechten und Pflichten aufklärt.

(Peter Giesecke)

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