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Staatsanwalt: Kim Dotcom soll wieder ins Gefängnis

Muss der deutsche Megaupload-Gründer schon bald wieder ins Gefängnis? Ein Richter hatte Dotcom gegen Kaution freigelassen. Die Staatsanwaltschaft in Neusseeland hat dagegen nun Berufung eingelegt.

28.02.2012, 10:18 Uhr (Quelle: DPA)
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Der wegen Betrugs in den USA gesuchte Gründer der Internetplattform Megaupload, Kim Dotcom, muss möglicherweise wieder ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft in Neuseeland hat Berufung gegen die richterliche Entscheidung eingelegt, den gebürtigen Kieler (Kim Schmitz) gegen Kaution auf freien Fuß zu setzen. Der Richter kündigte bei einer Anhörung am Dienstag eine Entscheidung für Mittwoch an, berichteten lokale Medien in Auckland.

USA fordern weiter Auslieferung von Dotcom

Die USA fordern die Auslieferung von Dotcom und drei anderen Verantwortlichen für Megaupload. Sie werfen ihnen vor, die inzwischen dichtgemachte Plattform zu einem der größten Umschlagplätze für illegale Kopien von Filmen und Musik gemacht zu haben. Sie wollen Dotcom und seinen Mitstreitern den Prozess machen und beantragen die Auslieferung. Alle Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück.

Auf US-Antrag war Dotcom am 20. Januar auf seinem Anwesen in Coatesville festgenommen worden. Er kam vergangene Woche gegen Kaution frei. Die anderen drei Megaupload-Verantwortlichen sind auch gegen Kaution frei. Dagegen protestierten die Staatsanwälte nicht. Im Falle Dotcoms fürchten sie aber, dass der Deutsche sich mit seiner schwangeren Frau und den drei kleinen Kindern nach Deutschland absetzen könnte. Der Verteidiger wies dies zurück. Dotcom, der mit Frau und Freunden zum Gericht kam, sprach nicht mit Reportern.

(Jörg Schamberg)

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