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Staatliche Regulierung für deutsche Mobilfunker?

Die EU-Kommission sieht eine marktbeherrschende Stellung der vier Mobilfunkunternehmen bei der Weiterleitung von Gesprächen aus dem Festnetz in die Mobilfunknetze.

23.11.2005, 09:50 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Schon bald könnten sich für die deutschen Mobilfunkunternehmen drastische Änderungen ergeben. Während die T-Com ihre Auslandstarife künftig nicht mehr durch die Bundesnetzagentur genehmigen lassen muss, könnte dem deutschen Mobilfunkmarkt schon bald eine Regulierung durch die Bonner Behörde bevorstehen. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD).
EU stimmt zu
Die EU-Kommission stimme Bundesnetzagentur darin zu, dass T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 bei Gesprächen, die aus dem Festnetz in ihr jeweiliges Mobilfunknetz eingehen, eine marktbeherrschende Stellung hätten, so Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Zustimmung der EU hat zur Folge, dass der deutsche Mobilfunkmarkt künftig reguliert werden darf. Ob es aber tatsächlich zu einer Regulierung kommen wird, ist noch offen. Kurth sagte, seine Behörde werde die zum 15. Dezember sinkenden Preise anschauen und diese mit den Mobilfunkpreisen in anderen europäischen Ländern vergleichen.
Terminierungsentgelte sinken Mitte Dezember
T-Mobile und Vodafone wollen ab Mitte Dezember für Telefonate, die aus dem Festnetz in ihr Netz überführt werden, pro Minute ein Terminierungsentgelt in Höhe von 11 Cent berechnen. E-Plus und o2 planen eine Absenkung auf 12,4 Cent pro Minute. Trotzdem liegen diese Minutenpreise um ein Vielfaches über den Terminierungsentgelten, die die Festnetzbetreiber von den Mobilfunkern für die Leitung von Telefonaten aus den Mobilfunknetzen in die Festnetze verlangen.

(Hayo Lücke)

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