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Sprachportal Palabea geht an den Start

Pauken per Audio- und Videolektion im Web 2.0. Palabea ist eine neue Community, in der jeder gleichzeitig Lehrer und Schüler ist.

25.11.2007, 11:01 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Web 2.0 ist das Zauberwort der Stunde – und ist ja auch toll. Es ist die ideale Basis, um Klatsch und Tratsch zu verbreiten, selbst gedrehte Musikvideos (inklusive Bürstenmikrofon) der Netzgesellschaft vor den Latz zu knallen und sich in Blogs öffentlich über die neue Urheberrechtsnovelle aufzuregen. Das Mitmachnetz bietet vor allem in den Zeiten der Globalisierung viele Möglichkeiten, doch die werden leider nur selten genutzt. Umso erfreulicher, dass es hin und wieder auch erwähnenswerte Ausnahmen gibt – zum Beispiel Palabea.
Drei Berliner Studenten haben sich Gedanken darüber gemacht, wie man den Sprachanforderungen in der heutigen Welt am besten gerecht werden kann: Das Ergebnis ist eine Web 2.0-Plattform mit erstaunlich didaktischer Vielfalt.
Globale Sprach-Community
Bei Palabea handelt es sich um eine polylinguale Community, in der sich Mitglieder von Afghanistan bis Zimbabwe treffen, um gemeinsam an ihren Sprachkenntnissen zu feilen. Seit dem offiziellen Start am 9. November haben sich bereits mehr als 4000 Nutzer für den kostenlosen Dienst registriert, sobald die Beta-Phase beendet ist, dürften allerdings noch einige mehr dazukommen.
Lernen im virtuellen Klassenzimmer
Einmal angemeldet kann jedes Mitglied weltweit nach Sprachaustausch-Partnern suchen und sich zu Lerngruppen zusammenschließen. Der Unterricht findet in virtuellen Klassenzimmern statt, die grammatikalischen Grundlagen werden durch Gespräche und hinterlegte Dokumente vermittelt. Dank integrierter Audio- und Videokonferenzen bleiben dabei auch die Feinheiten der Aussprache nicht auf der Strecke: kollektives Pauken genießt also einige Vorzüge gegenüber dem Lernen im stillen Kämmerlein. Gründungsmitglied Patricia Sierra Fernandez beschreibt das Konzept von Palabea: "Bis jetzt gab es keine Online-Netzwerke, in denen Menschen aus aller Welt gemeinsam die Sprachen ihrer Nachbarn erlernen können. Das Internet ermöglicht den grenzenlosen Austausch von Daten aller Art – warum nicht auch die Grundlagen unserer Kommunikation, die Sprache?"

(André Vatter)

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