Trotz Datenschutzbedenken

Sprachassistenten erobern den deutschen Markt

Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder der Google Assistant sind auf dem Vormarsch. Trotz Bedenken beim Datenschutz nutzt ein Drittel der Deutschen einen Sprachassistenten. Besonders in Familien sind die digitalen Helfer beliebt.

Sprachassistenten im VergleichIntelligente Lautsprecher von Amazon, Google und Apple.© Amazon.com, Inc. / Google Inc. / Apple Inc. / i12 GmbH

Bonn/Berlin - Digitale Sprachassistenten erobern trotz mancher Datenschutzbedenken in Deutschland weiter den Markt. Laut einer Studie der Postbank nutzen bereits 32 Prozent der Menschen hierzulande Assistenten von Apple, Google und Amazon. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Anstieg um zwölf Prozentpunkte, teilte die Postbank am Montag mit.

Nutzung von Sprachassistenten nach Alter

Bei den Jüngeren im Alter unter 40 Jahren spricht demnach fast jeder Zweite (48 Prozent) mit Siri, Googles Assistant oder mit Alexa. In der Verbreitung liegt der Umfrage zufolge der Google Assistant mit 19 Prozent vorn, gefolgt von Apples Siri (15 Prozent) und Amazons Echo-Lautsprechern mit Alexa, die von 8 Prozent der Befragten genutzt wird. Unter den Jüngeren (Digital Natives) hat allerdings Siri (28 Prozent) gegenüber Google Assistant (27 Prozent) die Nase knapp vorn.

Brosch: Viel Potenzial bei Älteren und Finanzanwendungen

Am intensivsten werden die digitalen Helfer demnach in Familien genutzt. Während 52 Prozent der Haushalte mit vier Personen und mehr mit einem Sprachassistenten leben, sind es in Drei-Personen-Haushalten noch 39 Prozent und rund 20 Prozent in Single-Haushalten. Postbank-Digital-Chef Thomas Brosch sieht vor allem in der Altersgruppe ab 50 Jahren noch viel Potenzial.

Neben der Abfrage des Wetterberichts, dem Steuern der Musikwiedergabe oder des Lichts gebe es auch ein wachsendes Interesse, Sprachassistenten etwa für die Kontoabfrage oder Überweisungen zu nutzen, erklärte Brosch. Er sei überzeugt, dass sich "die Nutzung von Finanzanwendungen über Sprachassistenten in Zukunft durchsetzen wird".

Melanie Zecher / Quelle: DPA

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