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Spotify weist Vorwürfe von Taylor Swift zurück: Musikindustrie ist Schuld

Schluss mit lustig: Taylor Swift wollte sich nicht ausbeuten lassen und entzog dem Musik-Streamer Spotify kurzerhand ihre Musik. Jetzt wehrt sich der Anbieter - und schiebt die Schuld auf die Musikkonzerne. Taylor Swift hätte 2014 rund 6 Millionen US-Dollar von Spotify erhalten.

12.11.2014, 15:58 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Musik-Streamingdienst Spotify verteidigt sich gegen den Vorwurf von Sängerin Taylor Swift, Musikern zu wenig Geld zu bezahlen. Spotify habe seit der Gründung zwei Milliarden Dollar an die Musikbranche überwiesen, davon allein eine Milliarde seit dem vergangenen Jahr, argumentierte Firmenchef Daniel Ek am Dienstag. An Taylor Swift sei 2014 rund 6 Millionen US-Dollar ausgeschüttet worden. Er schob den schwarzen Peter an die Musikkonzerne weiter: "Wenn dieses Geld nicht schnell und transparent an die kreative Community fließt, ist das ein großes Problem".

Vorwurf: Von 0,6 Cent kann man nicht leben

Swift hatte zur Veröffentlichung ihres neuen Albums "1989" ihre gesamte Musik von Spotify zurückgezogen. Danach erklärte sie der Webseite "Yahoo Music", sie wolle ihre Werke nicht einem Experiment überlassen, bei dem Künstler nicht fair bezahlt würden. Diesen Vorwurf richteten schon andere Künstler gegen Spotify und ähnliche Dienste. Mit Tarifen wie 0,6 US-Cent pro Song-Abruf könnten Musiker nicht überleben, so die Kritiker.

Ek: Einnahmeflaute kommt nicht zwangsweise durch Streaming

Der Spotify-Chef konterte, sein Dienst schaffe zusätzliche Einnahmen dort, wo sonst die Musikpiraterie herrschen würde. Es sei nicht erwiesen, dass Streaming-Dienste den Verkauf von CDs und Downloads drückten. Schließlich sei deren Absatz etwa in Kanada kontinuierlich gesunken, dort sei Spotify bis vor kurzem aber noch gar nicht aktiv gewesen.

Swift verkaufte von "1989" über 1,2 Millionen Kopien in der ersten Woche. Das sei zuletzt einem Musiker im Jahr 2002 gelungen, betonte Ek. "Die Hörgewohnheiten der Menschen haben sich verändert" - und das lasse sich nicht zurückdrehen. Spotify hat nach aktuellen Angaben 50 Millionen Nutzer, von denen 12,5 Millionen eine Abo-Gebühr bezahlten.

(Dorothee Monreal)

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