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Spotify optimiert Werbung und geht auf Familien zu

Spotify möchte Werbung künftig so ausspielen, dass diese thematisch zur Musik passt. Da immer mehr Nutzer über 30 Jahre alt sind, ist auch ein Familientarif geplant.

28.09.2014, 15:01 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Spotify Deutschland-Chef Stefan Zilch verspricht sich laut Wirtschaftswoche durch eine neue technische Basis, die deutlich feinere Targetings erlaubt, höhere Werbeeinnahmen. "Künftig wird es möglich sein, Werbung so zu steuern, dass sie zum Musikkonsum passt", sagt Zilch.

Erste Tests laufen bereits

Mit dem Sportartikelhersteller Adidas testet Spotify zur Zeit spezielle Musikangebote für Läufer. Zilch ergänzt: "Die mobilen Werbeformate laufen auch schon, alles andere wird schrittweise bis Jahresende umgestellt." Auch eine thematische Ausspielung in einzelnen Playlists wird künftig möglich sein. "Bei Musik, die die Leute am Morgen hören, kann man Cornflakes oder Nutella bewerben, die Alkoholmarke läuft in den Partylisten am Samstag", erläutert Zils.

Die Hörerschaft von Spotify findet sich zunehmend auch in den Altersgruppen über 30 wieder. "Bislang waren über die Hälfte der Nutzer unter 30. Doch das ändert sich gerade, wir wachsen jetzt am stärksten bei den über 30-Jährigen. Die Entwicklung ist ähnlich wie bei Facebook. Musikstreaming wird von einem Nischenprodukt zum Massenphänomen", beschreibt Zils die Entwicklung.

Familientarif soll kommen

Um sein Angebot der Entwicklung anzupassen, plant Spotify, auch in Deutschland einen Familientarif anzubieten. In den USA und Schweden existiert ein solcher Tarif bereits. "Zehn Euro im Monat sind okay, aber 40 Euro bei einer Familie mit vier Nutzern tatsächlich ein bisschen viel", meint Zils. Wann der neue Tarif starten kann, hängt davon ab, wie schnell die laufenden Verhandlungen mit der Musikindustrie zu einem Ergebnis führen.

(Falko Kuplent)

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