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Spotify hat 60 Millionen Nutzer - ein Viertel davon zahlt

Musikflatrates gibt es viele - aber Spotify aus Schweden hat mit 60 Millionen Anwendern offenbar die Nase vorn. Neben einem Premium-Angebot bietet Spotify auch einen Gratis-Zugang.

13.01.2015, 18:01 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Musikfans lieben Spotify: Wie der österreichische "Standard" berichtet, hat der Streaming-Dienst aus Schweden in Sachen Nutzerzahlen die Nase vorn. Ihm folgen die Konkurrenten Deezer und Pandora - allerdings mit weitem Abstand.

Spotify: Nur ein Viertel zahlt Gebühren

Ob sich das auch in den Umsätzen niederschlägt, ist offen - die weitaus meisten Hörer begeistern sich nämlich für die Kostenlos-Version und nehmen dafür Werbung und weniger Komfort hin. Laut eigenen Angaben im Firmenblog nutzen Spotify aktuell 60 Millionen Musikfans, aber nur 15 Millionen zahlen monatlich 9,99 Euro Abo-Gebühren. Das ist etwa ein Viertel der Gesamt-Anwender.

Und das, obwohl das Unternehmen fleißig Sonderaktionen auf den Markt bringt. So können derzeit Neukunden noch bis 23. Januar drei Monate lang zum Preis von insgesamt 99 Cent nutzen. Studenten erhalten einen 50-Prozent-Rabatt und auch Familien bekommen via Spotify Family weniger Kosten aufgebrummt.

Die Konkurrenten liegen dem Bericht zufolge weit zurück. An zweiter Stelle platziert sich Konkurrent Deezer mit 16 Millionen Nutzern, darunter 6 Millionen zahlende Kunden. Pandora gibt 3,3 Millionen Nutzer an.

Der im Oktober 2008 gegründete Dienst Spotify ist inzwischen in 56 Ländern aktiv und erlaubt wie Anbieter Simfy einen kostenlosen Zugang neben der Premium-Version, was den Dienst von vielen anderen Flatrate-Anbietern unterscheidet.

Wie bei Musikflatrate-Diensten üblich, können Anwender und Kunden unbegrenzt Musik online über den Browser hören, in Playlisten zusammenstellen und die Titel auch über ihr Smartphone, iPhone oder ihren iPod anhören, das Brennen von CDs ist aber nicht möglich. Wer bestimmte Tracks also dauerhaft hören möchte, kommt ums Kaufen nicht herum.

Künstler sehen sich geprellt

Spotify bietet "Millionen Musiktitel", so der Dienst auf seiner Internetseite. Nutzer können außerdem in den Musiksammlungen von Freunden oder Promis stöbern oder einen eigenen Radiosender erstellen.

Kürzlich machte der Dienst jedoch auch negative Schlagzeilen. So zog Pop-Sternchen Taylor Swift ihre Musik aus dem Dienst zurück. Begründung: Sie werde für die Nutzung ihrer Werke zu gering entlohnt. Spotify hingegen reichte den "schwarzen Peter" an die Musikbranche weiter, die das von Diensten wie Spotify eingenommene Geld offenbar nicht zügig an die Künstler weiterleite.

(Dorothee Monreal)

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