Adressen-Check

Spotify verschärft Nutzungsbedingungen für das Family-Abo

Der Musikstreaming-Dienst Spotify wird von vielen Nutzern in Form eines Familien-Abos verwendet. Erlaubt ist aber nur die Nutzung für Familienmitglieder an derselben Adresse. Spotify will künftig die Adressangaben überprüfen.

spotify© Spotify AB

Stockholm - Der weltweit führende Musikstreaming-Dienst Spotify bietet schon lange ein vergünstigtes Abo-Paket für Familien an. Das Paket "Spotify Premium Family" kostet 14,99 Euro pro Monat und beinhaltet ein Spotify-Konto für den Hauptnutzer sowie fünf weitere Spotify-Unterkonten. Gedacht ist das Angebot für Familienmitglieder, die unter einem Dach leben. Doch viele Nutzer nehmen es offenbar nicht so genau und teilen die günstigen Spotify-Family-Konten auch mit Verwandten und Freunden, die nicht an der gleichen Adresse wohnen. Denn ein Einzel-Abo kostet regulär 9,99 Euro monatlich, ist also teurer. Dem Streaming-Dienst entgehen also erheblich Einnahmen. Spotify hat daher kürzlich zusätzliche Nutzungsbedingungen für das Family-Abo bekanntgegeben. Das berichtet "The Verge".

Spotify will Adressen "von Zeit zu Zeit" überprüfen

Spotify stellt klar, dass das Angebot nur für Familienmitglieder an derselben Adresse gilt. Bei der Aktivierung eines Unterkontos für den Premium Family-Dienst von Spotfy müsse jeweils die Wohnadresse angegeben werden. Von Zeit zu Zeit werde Spotify die Wohnadresse verifizieren, um zu überprüfen, ob der jeweilige Nutzer immer noch für den Family-Dienst nutzungsberechtigt ist. Spotify verwendet die automatische Adressensuche von Google Maps für die Eingabe der jeweiligen Wohnadresse. Bei einem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen könne Spotify das Abonnement kündigen.

Unklar ist, wie Spotify die Adressen prüfen wird. Außerdem könnte eine zu rigorose Handhabung Kunden von Spotify zu Konkurrenten wie Apple Music treiben. Das wäre genau das Gegenteil von dem, was Spotify mit den verschärften Nutzungsbedingungen erreichen möchte.

Jörg Schamberg

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