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Spot aus beim Super Bowl - Spot an im Internet

Eine dunkle Stunde für New Orleans sorgte für eine Sternstunde fürs Internet: Während auf dem Spielfeld und im Fernsehen beim US-Super Bowl am Sonntag nichts mehr ging, nutzten Firmen die Chance ihres Lebens für originelle Werbe-Spots im Web. Einer wurde 14.400 mal weitergereicht.

Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Licht aus, Twitter-Werbung an: Als ein Stromausfall am Sonntag (Ortszeit) beim Super Bowl in New Orleans das Football-Spiel für eine gute halbe Stunde lahmlegte, nutzten Unternehmen ihre einmalige Werbechance: Oreo und Audi sendeten Tweets, die Werbegeschichte schreiben.

"Power out? No problem"

"Schicken gerade ein paar LEDs zum @MBUSA Superdome", schrieb Autohersteller Audi und verteilte damit einen Hieb in Richtung Konkurrenz: Das Stadion trägt den Namen Mercedes-Benz Superdome. Kekshersteller Oreo schaltete ebenfalls schnell und schickte nach vier Minuten ein Dunkelbild eines Doppelkekses, den die Kunden vor dem Genuss in Milch tauchen sollen, "Power out? No problem", hieß es dazu, "man kann auch im Dunklen tunken". Der Spot hat das Zeug zu einem Gassenhauer: Er wurde bisher mehr als 14.400 Mal weitergereicht.

Die Traditionsmedien blickten dagegen in die Röhre: Fernsehsender CBS, der für die TV-Übertragung zuständig war, konnte die Dunkelpause der "Süddeutschen" zufolge nicht für zusätzliche Werbung nutzen.

Der Super Bowl, das Endspiel der American Football League NFL, ist das Großereignis im US-Fernsehen überhaupt und zieht mehr als 100 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Dieses Jahr bezwangen die Baltimore Ravens die San Francisco 49ers. Der Stromausfall sorgte für manchen Spott im Internet: So wurde das Event mit dem Spitznamen "#Blackoutbowl" betitelt.

Schuld am Stromausfall soll nach aktuellem Stand ein Kabelriss sein. Manchem Hobby-Tweeter war das jedoch zu banal: Die Gerüchte im Kurznachrichtendienst reichten von einem Terroranschlag bis hin zum Sabotageakt der Untoten eines nahegelegenen Friedhofs, die den Sportfreunden ein Schnippchen schlagen wollten.

(Dorothee Monreal)

Quelle: DPA

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