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Spock.com will Milliarden Menschen indexieren

Eine Firma in den USA will mit einer Suchmaschine im Internet Informationen über Milliarden Menschen zugänglich machen. Dafür durchsucht Spock.com vornehmlich soziale Netzwerke wie MySpace, Facebook oder Xing.

07.08.2007, 15:29 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Eine Firma in den Vereinigten Staaten will mit einer neuen Leute-Suchmaschine im Internet Informationen über Milliarden Menschen zugänglich machen. Bislang habe die neue Suchmaschine 100 Millionen Menschen indiziert, jeden Tag komme eine Million weiterer Namen hinzu, teilte Spock.com mit.
Menschen werden gläsern
Im August soll der Dienst für die Öffentlichkeit zugängig sein - kostenlos und werbefinanziert. So wie Google eine Internetseite als Suchergebnis ausgebe, wolle Spock.com "Ergebnisse rund um Menschen" präsentieren, erläuterte der Mitbegründer des Unternehmens, Jay Bhatti, der Nachrichtenagentur AFP. "Auf diese Weise unterscheiden wir uns von anderen Suchmaschinen: Wir sind nur auf Menschen ausgerichtet."
Um Menschen im weltweiten Netz aufzutreiben, durchsucht Spock.com vornehmlich so genannte soziale Netzwerke im Internet wie MySpace, Facebook oder Xing. Zusätzlich können Nutzer der Internetseite aber auch Informationen hinzufügen - über sich oder andere. Dadurch erstellt Spock.com Profile der Menschen. "Wir versuchen, die Leute zu indexieren - aber die Maschine reicht nicht aus, um alle Daten zu interpretieren", sagte Bhatti.
Eigenes Profil kann gelöscht werden
"Hier kommt die Gemeinschaft ins Spiel. Als Nutzer von Spock kann man Schlagworte und Bilder hinzufügen sowie Seiten über Menschen erstellen." Ein Filter soll dabei helfen, Falschinformationen auszusieben. Gleichzeitig soll eine Bewertung von Spock.com-Nutzern helfen, die Autoren von falschen Profilen zu brandmarken.
Bedenken von Datenschützern, die die Datensammelwut vieler Internetseiten beklagen, will Spock.com begegnen. Menschen, die auf der Seite zu finden seien, könnten das Löschen ihres Profils beantragen, sagte Bhatti. Auch könnten sie Spock.com auffordern zu ermitteln, woher die Informationen stammten. Letztendlich aber würden die meisten Informationen im Internet von den Betroffenen selber veröffentlicht, betonte Bhatti.

(Denise Bergfeld)

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