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Spielekiste: "Stranded" - gestrandet wie Crusoe

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Wie Robinson Crusoe oder Tom Hanks im Film "Verschollen" kämpft der Spieler im Gratis-3D-Spiel "Stranded" von Unreal Software als Gestrandeter um sein Überleben. Das Insel-Abenteuer gibt sich zwar minimalistisch, jedoch kann es mit einer besonderen Atmosphäre mit kleinen Rätseln, interessanten Einfällen und einer guten Steuerung überzeugen.

Gestrandet in der Wildnis

Recht abrupt beginnt "Stranded" - und damit auch die ersten Erfahrungen mit der Insel, die es zu verlassen gilt. Mitten im Meer wacht das digitale Alter Ego auf und sichtet eine Insel, die übrigens mit jedem neuen Spielbeginn neu gestaltet wird. Die hügelige Landschaft ist vor allen Dingen von Steinen, Palmen und Bäumen, Beerensträuchern und Getreide gezeichnet. Dennoch ist die Insel nicht ganz unbewohnt: neben Krebsen, kleinen Vögeln bewohnen sogar gefährliche Löwen die Insel.

Diese Naturgaben bilden die Grundlage für das weitere Überleben. Beeren, Getreidekörner und später auch erlegte Tiere können gegessen werden, Bäume und Palmen liefern Baumaterial. Doch bis die erste eigene Hütte steht, muss der Spieler die ersten Nächte unter offenem Himmel verbringen. Erst durch Herstellung eines Werkzeuges und Beschaffung von Baumaterial kann zunächst eine kleine Hütte, später auch ein Baumhaus bewohnt werden.

Doch sind das nicht die einzigen baulichen Errungenschaften, die in der Inselsimulation zu erreichen sind. Wer sich häuslich eingerichtet hat, kann sich ein Lager bauen und dort seine Nahrungsvorräte ablegen, mit Reusen wird das Jagen von Löwen und anderen Tieren überflüssiger. Von Tag zu Tag im Spiel wird die Insel immer vertrauter und die tägliche Versorgung immer mehr zur Routine.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die Bedienung, die Grafik und andere Extras von "Stranded". Haben Sie genügend geschlafen, gegessen und getrunken?

"Stranded" ist leicht zu bedienen. Mit der Tastatur und der Maus wird das Spiel bequem im Stil von Action-Shootern gesteuert, wobei gleich zu Beginn die Bedienung erläutert wird. In einem Inventar können die Gegenstände abgelegt und bei Bedarf kombiniert werden, was den Spieler in Besitz neuer Werkzeuge und Waffen bringt. Darüber hinaus können hier auch Gegenstände in den Kontakt mit der Außenwelt gebracht werden: Steht der Gestrandete vor einer Feuerstelle, kann er sich Fleisch braten und dieses dann bei Vorhandensein eines Lagers einlagern.

Drei Fortschrittsbalken zeigen permanent an, ob genügend gegessen, getrunken und geschlafen wurde, ein vierter Balken zeigt die Gesundheitsverfassung an. Diese sinkt, sobald einer oder mehrere der drei Balken einen zu großen Mangel anzeigen oder der Spieler verletzt wurde. Mit der Maus kann schnell zwischen Werkzeugen gewechselt werden, ein Kompass dient als nützliche Orientierungshilfe.

Die Grafik: funktionell

Größter Kritikpunkt an "Stranded" dürfte die Grafik sein, die zwar in flüssigem 3D daherkommt, aber mit eckigen Formen und sich oft wiederholenden Texturen schnell eintönig wirken kann. Traurigstes Beispiel sind hier die Löwen, die nicht als solche erkennbar sind und sich auch nicht einer Raubkatze gebührend bewegen. Darüber kann man aber aufgrund der flüssigen und oft gut gelungenen Animationen, dem Lichtsystem sowie der restlichen Atmosphäre hinwegsehen.

Mit gut gewählten Sounds, dem Überraschungseffekt beim Absuchen der Umgebung nach Material und einigen interessanten Vorkommnissen wird die Atmosphäre vervollständigt. Obwohl sich viele Tätigkeiten wiederholen, sorgt das Kombinieren von Gegenständen, das Bauen von Einrichtungen und das alltägliche Leben auf der Insel für einen stundenlangen Spielspaß, der anfängliche Bedanken wegen der Grafik vergessen lässt.

Stranded kann bei Unreal Software als 4,2 MB großes Archiv runtergeladen werden. Das Spiel läuft auf Rechnern ab etwa 400 MHz und einer Grafikkarte mit 16 MB Speicher.

(Matthias-Emanuel Thömmes)

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