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"Spiegel": NSA-Skandal treibt Nutzer zu deutschen E-Mail-Diensten

Die NSA-Spionageaffäre sorgt offenbar für eine Wechselwelle deutscher E-Mail-Nutzer. Anbieter wie Freenet, Web.de, GMX oder T-Online verzeichneten einen sprunghaften Anstieg bei Neuanmeldungen für ihre Dienste, so das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

25.08.2013, 12:31 Uhr (Quelle: DPA)
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Deutsche E-Mail-Anbieter profitieren einem "Spiegel"-Bericht zufolge offensichtlich von der NSA-Abhöraffäre. So sei die Zahl der Neuanmeldungen für die hiesigen E-Mail-Dienste sprunghaft gestiegen.

Zuwachs von 80 Prozent

Bei Freenet habe der Zuwachs innerhalb der vergangenen drei Wochen rund 80 Prozent betragen. Das Unternehmen sei "sehr überrascht über diesen Anstieg", sagte ein Freenet-Sprecher dem Nachrichtenmagazin. Auch der Webkonzern United Internet verzeichnete bei seinen Diensten Web.de und GMX laut "Spiegel" einen sechsstelligen Anstieg der Nutzerzahlen, der sich saisonal nicht erklären lasse.

T-Online melde ebenfalls ein "stärkeres Interesse" am E-Mail-Service, heißt es in dem Bericht. Und auch der kleinere Anbieter mail.de freut sich über deutlichen Zuwachs. Man habe in den letzten Wochen 82 Prozent mehr Neuanmeldungen registriert, erklärte das Unternehmen gegenüber onlinekosten.de. Ob dies auf Kosten der US-Anbieter Gmail, Hotmail und Yahoo! Mail gehe, sei nicht bekannt. Seit Anfang August kooperieren T-Online, Web.de und GMX im Zuge der Kampagne "E-Mail made in Germany", die das Vertrauen in deutsche E-Mail-Dienste steigern und E-Mails besser verschlüsseln will. Mail.de setzt eine solche Verschlüsselung nach eigenen Angaben bereits seit einigen Jahren ein.

(Christian Wolf)

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