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"Spiegel": CDU/CSU und SPD planen neues "Cyber-Sicherheits-Zentrum"

Die angehende Regierungskoalition von CDU/CSU und SPD zieht weitere Konsequenzen aus dem aktuellen Geheimdienstskandal. Ein neues "Cyber-Sicherheits-Zentrum" soll IT-Komponenten aus mögliche Einfallstore für Geheimdienste und Hacker überprüfen.

17.11.2013, 12:50 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Der durch die Enthüllungen von Edward Snowden losgetretene Geheimdienstskandal hat nicht nur vielen Internetnutzern die Augen geöffnet. Auch in der Politik wurde die unkontrollierte Spionage ausländischer Mächte in deutschen Kommunikationsnetzen inzwischen als ernsthaftes Problem erkannt.

Eigene Sicherheitstests geplant

Im Rahmen der aktuell in Berlin stattfindenden Koalitionsverhandlungen wollen CDU/CSU und SPD nun offenbar gegensteuern und in der kommenden Legislaturperiode ein neues "Cyber-Sicherheits-Zentrum" gründen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe (47/2013). Entsprechende Pläne seien im Abschlusstext der Arbeitsgruppe "Digitale Agenda" enthalten, der in dieser Woche im Rahmen der Regierungsgespräche vorgelegt werden soll. Die Einrichtung habe die Aufgabe zu erkunden, wie Internet und Datennetze in Deutschland gegen Angriffe von fremden Geheimdiensten und Hackern geschützt werden können.

Geplant sei dazu der Aufbau eigener Testlabore, in denen sicherheitskritische IT-Komponenten und Netzwerkinfrastrukturen auf potenzielle Sicherheitslücken und Einfallstore für das Abgreifen von Daten überprüft werden sollen. Das "Cyber-Sicherheits-Zentrum" würde auf diese Weise das bestehende Nationale Cyber-Abwehrzentrum in Bonn ergänzen, das seit 2011 Bedrohungen aus dem Internet ins Visier nimmt.

(Christian Wolf)

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