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spickmich.de siegt vor Gericht

Lehrer müssen sich eine Benotung durch Schüler im Internet unter bestimmten Voraussetzungen gefallen lassen. Das bestätigte jetzt das Oberlandesgericht Köln.

27.11.2007, 11:07 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Lehrer müssen sich eine Benotung durch Schüler im Internet unter bestimmten Voraussetzungen gefallen lassen. Eine Gymnasiallehrerin unterlag im Rechtsstreit mit den Betreibern des Internetforums spickmich.de auch vor dem Oberlandesgericht (OLG) Köln, wie ein Sprecher des OLG am Dienstag sagte.
Entscheidung bestätigt
Das OLG sei der Entscheidung des Kölner Landgerichts gefolgt, derzufolge die Pädagogin eine Internetbenotung durch Schüler hinnehmen muss, solange damit keine diffamierende Schmähkritik verbunden ist.
Kategorie "sexy" entfernt
Unter spickmich.de können Schüler ihren Lehrern Schulnoten in Kategorien wie "cool und witzig", "beliebt", "guter Unterricht" oder "faire Noten" geben. Die Kategorie "sexy" wurde von den Website-Betreibern nach Rücksprache mit den Nutzern inzwischen entfernt.
Die Lehrerin aus Neukirchen-Vluyn war gegen die Veröffentlichung ihrer Daten im Zusammenhang mit der "Notengebung" vor Gericht gezogen, weil sie ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sah. Sie hatte auf der Internetseite die Gesamtnote 4,3 erhalten.

(Hayo Lücke)

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