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Sperrliste für R-Gespräche ab September

Eine verbindliche Sperrdatei zum Schutz vor R-Gesprächen erarbeitet derzeit die Bundesnetzagentur. Ab dem 1. September wird die Sperrdatenbank verpflichtend für alle Telefongesellschaften eingeführt.

22.03.2007, 18:03 Uhr
Tastatur© peshkova / Fotolia.com

Die angekündigte Sperrung von Rufnummern für so genannte R-Gespräche hat der Regulierer jetzt konkretisiert. Durch eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes soll ab dem 1. September eine Sperrliste für alle Anbieter verpflichtend eingeführt werden.
Einführung zum 1. September
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) arbeitet derzeit an einer Datenbanklösung für die Rufnummernsperrung. Bei R-Gesprächen trägt nicht der Anrufende, sondern der Angerufene die Kosten des Telefongesprächs. Im Gegensatz zur normalen Telefonie fallen bei R-Gesprächen deutlich höhere Minutenpreise an. Durch die neue Regelung können Kunden künftig ihre Rufnummern kostenlos vom Telefonanbieter in eine Sperrliste eintragen lassen. Die betreffenden Nummern können dann keine R-Gespräche mehr annehmen. Soll die Rufnummer wieder aus der Sperrkartei gelöscht werden, kann allerdings eine Gebühr anfallen.
Sperrdatei wird täglich aktualisiert
Um den Datenbestand aktuell zu halten, müssen die Telekommunikationsdienstleister alle eingegangenen Aufträge täglich an die BNetzA melden. Die Anbieter von R-Gesprächen sind zudem verpflichtet, die aktualisierte Liste mit den Sperrdaten täglich abzurufen.

(Stefan Hagedorn)

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