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SPD-Vize kritisiert: "Im Breitbandausbau sind wir immer noch Zwerge"

Im Interview mit dem "Focus" kritisiert SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel das Konzept der Bundesregierung für einen schnelleren Breitbandausbau. Funkverbindungen seien keine echte Alternative für ländlichen Regionen.

20.10.2014, 14:16 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Die Bundesregierung setzt bei ihrer Digitalen Agenda zum schnelleren Breitbandausbau auf einen Technologiemix: Unter anderem sollen Mobilfunk-Lösungen wie der Einsatz von LTE schnelles Internet auch in ländliche, noch unversorgte Regionen bringen. Doch selbst in den eigenen Reihen ist dieser Ansatz nicht unumstritten. SPD-Vizechef Thorsten Schäfer-Gümbel kritisierte im "Focus"-Interview: "Im Breitbandausbau sind wir immer noch Zwerge, obwohl die Breitbandversorgung der Eisenbahnbau des 21. Jahrhunderts ist".

Funkverbindungen keine echte Alternative

Es seien noch größere Anstrengungen erforderlich: "Die große Koalition bringt hier einiges auf den Weg, aber ich glaube nicht, dass das reicht", erklärt Schäfer-Gümbel. Gerade mittelständische Unternehmen in ländlichen Regionen seien auf schnelles Internet angewiesen. Doch da sei LTE nicht das geeignete Mittel: "Funkverbindungen für den ländlichen Raum sind keine echte Alternative", betont der SPD-Politiker.

(Jörg Schamberg)

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