Umfrage

Soziale Netzwerke sorgen bei jedem vierten Nutzer für Cyber-Depression

Fehlende Likes und Neid auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram können bei Betroffenen zu einer regelrechten Cyber-Depression führen.

Netzwerk© Lvnel / Fotolia.com

Moskau/lngolstadt - Facebook, Instagram und Co. können laut einer aktuellen Umfrage von Kaspersky Lab eine Cyber-Depression auslösen. Auch sozialer Neid und Stress können die Folge sein.

Social Media als Stressfaktor

So behauptet ein Viertel der Befragten aus Deutschland (27,3 Prozent), dass sie sich wegen ihrer Social-Media-Nutzung schon einmal niedergeschlagen fühlten und dass sie (27,1 Prozent) neidisch darauf sind, wenn ihre Freunde mehr Likes bekommen als sie selbst: Bleiben Like-Erfolge aus, führt dies laut der Untersuchung schnell zu Frustration und damit zum schlampigen Umgang mit persönlichen Informationen.

Eindruck: Früher war alles besser

Zudem sorgen kritische Kommentare zu eigenen Posts bei der Hälfte (52 Prozent) für schlechte Stimmung. Haben Freunde laut Facebook und Co. ein scheinbar besseres Leben als man selbst, kann sich knapp die Hälfte (48 Prozent) daran nicht miterfreuen. Und mangelnde Likes auf eigene Posts machen 45,8 Prozent zu schaffen. Auch ein Blick auf vergangene Zeiten sorgt bei vielen Nutzern nicht für Freude: 73,8 Prozent beschleicht beim Stöbern durch eigene Posts aus der Vergangenheit manchmal das Gefühl, das frühere Leben sei scheinbar besser gewesen als heute.

"Teufelskreis der Freude"

"Soziale Netzwerke haben zu einer Art ‚Teufelskreis der Freude‘ geführt. Wir wollen andere möglichst oft an unseren schönen Erlebnissen teilhaben lassen, doch genau das machen alle anderen auch", erklärt Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab.

"Diese geballte Häufung von Spaß und Freude lässt uns glauben, dass andere das Leben mehr genießen können als wir selbst. Der neue Cyberneid hat Folgen: Wir werden leichtsinnig und posten immer mehr persönliche, auch teils sensible Informationen. Dieser Leichtsinn spielt Cyberkriminellen beispielsweise für Phishing-Attacken in die Hände."

In der Online-Umfrage wurden 16.750 Personen über 16 Jahren aus 18 Ländern im Zeitraum Oktober/November 2016 befragt.

Marcel Petritz

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