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Sowjetische Raumkapsel für 72.000 Euro versteigert

Für 72.000 Euro ist am Samstag beim Pariser Auktionshaus Drouot eine Raumkapsel versteigert worden, die in der Endphase der Sowjetunion zwei Wochen lang im All unterwegs war.

18.06.2007, 12:01 Uhr
Internet© rajareddy / Fotolia.com

Für 72.000 Euro ist am Samstag beim Pariser Auktionshaus Drouot eine Raumkapsel versteigert worden, die in der Endphase der Sowjetunion zwei Wochen lang im All unterwegs war. Den Zuschlag erhielt ein französischer Privatmann. Die 2,4 Tonnen schwere Photon-Kapsel, die noch Brandspuren und andere Beschädigungen von ihrem Raumflug aufweist, war auf 30.000 bis 35.000 Euro taxiert worden.
Ab ins All
Die aus drei Modulen bestehenden Photon-Kapseln sind Nachfolgemodelle der legendären Wostok, mit denen 1961 Juri Gagarin als erster Mensch ins All geflogen war. Sie werden noch heute vom nordrussischen Raumfahrtbahnhof Plessezk aus mit Sojus-Raketen in den Weltraum gebracht.
Die in Paris feilgebotene Kapsel mit 2,70 Meter Höhe und einem Durchmesser von 1,60 Meter zählt zu den ersten sieben Exemplaren der Serie, die 1985 bis 1991 im All unterwegs waren. Sie war von Russland jahrelang auf Ausstellungen in der ganzen Welt gezeigt worden. Ein Transportunternehmer ließ sie schließlich beschlagnahmen, um damit seine unbezahlt gebliebene Rechnung zu begleichen.
Raumfahrt-Souvenirs
Bei der Auktion wurden auch Originalfotos der US-Raumfahrtbehörde NASA von Gemini- und Apollo-Missionen sowie sowjetische Propaganda-Plakate angeboten. Zur Versteigerung standen zudem Souvenirs aus den ersten Tagen der Luftfahrt, darunter Autogramme, Bücher, Fotos und Originaldokumente von Pionieren wie den Wright-Brüdern in den USA oder Louis Blériot.

(Denise Bergfeld)

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