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Sony Vaio Z: Externe Grafik über "Light Peak"

Das Apple MacBook Pro mit "Thunderbolt"-Schnittstelle bekommt bezüglich schnellen Datentransfers Konkurrenz: Das neue Sony Vaio Z bringt neben USB 3.0 die Thunderbolt zugrundeliegende Technik "Light Peak" mit.

28.06.2011, 12:48 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Das seit Ende Februar erhältliche neue Apple MacBook Pro kann bislang ein Alleinstellungsmerkmal für sich verbuchen: Es ist das einzige Notebook mit einer Thunderbolt-Schnittstelle zur Datenübertragung, die USB 2.0 mit 12-facher Geschwindigkeit aussticht. Bald naht aber die erste Windows-Konkurrenz mit einem ebenfalls auf "Light Peak" aufbauenden Port, von Sony. Das neue 1,18 Kilogramm leichte Vaio Z mit 13,1-Zoll-Display mit besonders hoher Auflösung startet im Sommer.

Wieder ein anderer Name für "Light Peak"

Der von Intel entwickelte Anschluss transportiert in der Theorie bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) und ist daher doppelt so schnell wie der aktuelle USB-Standard 3.0, der 4,8 Gbit/s erreicht und den das Sony Vaio Z ebenfalls integriert. Spezielle Light-Peak/Thunderbolt-Hardware ist nach wie vor noch selten, Sony hat dem Anschluss aber nicht nur einen anderen Namen als Apple und Intel gegeben ("Hochgeschwindigkeits-I/O-Datentransfer"), sondern ihm auch gleich eine Nutzungsmöglichkeit beschert: Anders als bei Apples MacBook Pro-Modellen lässt sich die Schnittstelle offenbar nicht als DisplayPort-Ersatz verwenden, stattdessen gibt Sony an, darüber ein Power Media Dock mit zusätzlichen Features anschließen zu können. Oder alternativ USB-Peripherie.

Dock ergänzt Grafikkarte und Laufwerk

Die 685 Gramm schwere Docking-Station stellt dem Vaio Z für eine höhere Grafikleistung eine AMD Radeon HD 6650M Grafikkarte mit 1 GB Speicher zur Seite, die Sony wohl aus Platzgründen outgesourct hat und die von der Schnelligkeit der neuen Schnittstelle profitiert. Über das Dock wird das rund 330x210x17 Millimeter kleine Kohlefaser-Notebook zudem mit einem optischen Laufwerk ausgerüstet. Je nach Option handelt es sich dabei um einen DVD-Brenner oder einen Blu-ray-Player. Auch USB 2.0, USB 3.0, HDMI, ein kleiner D-Sub-Port für Monitore und Gigabit LAN ergänzen auf diese Weise die am Laptop vorhandene Bestückung mit USB 2.0, HDMI, WLAN 802.11a/b/g/n, Bluetooth 2.1 und 3G-Modul für UMTS/HSUPA-Verbindungen.

Was Sony ebenfalls bereits verrät, ist, dass ein Intel Core i5 oder – im stärksten Modell – ein i7-2620M Prozessor mit 2,7 Gigahertz die Rechenkraft bringt. Bestandteil der CPU ist eine Intel HD 3000 Grafik, die den Bildschirm mit 1.600x900 Pixeln ansteuert, wenn kein Dock verbunden ist. Auch die übrigen Komponenten des Business-Subnotebooks fallen üppig aus: Bis zu 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und eine SSD mit maximal 256 GB Speicherplatz. Außerdem lassen sich eine 1,3-Megapixel-Webcam, eine Tastaturbeleuchtung und eine Quick-Boot-Option im Datenblatt finden. Die Akkulaufzeit soll bei bis zu 7 Stunden liegen, mit einem zweiten Akku aus dem Zubehörumfang lässt sie sich laut Hersteller verdoppeln.

Termin und Preise

Das Vaio Z mit Windows 7 Professional 64-bit soll Ende Juli in Europa starten. Auf der deutschen Sony Website sind bereits drei Konfigurationen gelistet, die zwischen 2.299 und 2.999 Euro kosten sollen. Das Dock erfordert, weitere 399 bis 499 Euro auszugeben. Das aktuelle Vaio Z ohne beschleunigten Datentransfer und externe Grafikkarte ist zurzeit ab rund 1.750 Euro erhältlich.

(Saskia Brintrup)

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